Forscher sind keine verrückten Professoren

© FH-Prof. Mag. Markus Wintersberger

Forscher sind keine verrückten Professoren
08/01/2011

"Forscher sind keine verrückten Professoren"

"Forscher sind ganz normale Menschen", erklärt Frederick Baker, Dozent an der FH St. Pölten. Das soll bei der ersten "europäischen Nacht der Forscher" in Österreich, die am 23. September an der FH stattfindet, deutlich gemacht werden. Die dort präsentierten Projekte reichen von intelligenter Kleidung ("Wearables"), mit der man Musik machen kann, einem Multitouch-Spiel, das prähistorische Lebewesen vorstellt bis zu Biometrie-Tests.

von Barbara Wimmer

"Forschung ist in Österreich nicht anerkannt", sagt Baker. Tatsächlich zeigt eine Euro-Barometer-Umfrage, dass 57 Prozent der Österreicher "nicht daran interessiert" sind, etwas über Forschung zu wissen. "Das ist der EU-Spitzenwert", erklärt Till C. Jelitto von der Wiener Agentur PR&D. Die FH St. Pölten hat sich aus diesem Grund bei der EU beworben, um an der "European Researchers Night" teilnehmen zu können. "Wir wollen damit vor allem junge Menschen motivieren, denn technologische Berufe sind die Zukunft", so Jelitto.

Die FH St. Pölten will mit der Forscher-Nacht vor allem künftige Studenten gewinnen, um einen späteren "Fachkräftemangel" in der Technologie-Branche abzuwenden. Doch das Programm der "FIT für Forschung"-Nacht ist breit gefächert. Insgesamt sollen knapp 3.000 Besucher angelockt werden, so das Ziel der FH. Die EU stellt dazu eine sechsstellige Fördersumme bereit. "Forschung soll dabei erlebbar gemacht werden", erklärt Gabriela Fernandes, die Co-Geschäftsführerin der FH St. Pölten. Statt um Informationsvermittlung soll es vor allem um Erlebnisse gehen, die bleibende Eindrücke hinterlassen. "Begeisterung funktioniert nur über Emotionen", fügt Jelitto hinzu.

Persönlicher Kontakt durch QR-CodesSo sollen Besucher sich mittels QR-Codes über die Forscher informieren können, um dann mit ihnen persönlich in Kontakt treten zu können. Während der europäischen Forscher-Nacht tragen die Professoren und Dozenten T-Shirts, die mit einem QR-Code ausgestattet sind. Die Besucher können diese via Handy-App Mobilot einscannen und "sammeln". Für alle, die so etwas noch nie gemacht haben, gibt es die "Handyambulanz", bei der sie sich die richtige Vorgehensweise genau erklären lassen können. "Die QR-Codes sind ein Experiment, von dem wir nicht wissen, wie gut es angenommen wird. Die Besucher sind dabei selbst Teil von Forschung", meint Baker.

Am Programm steht zudem eine Modenschau mit sogenannten " Wearables", intelligenter Kleidung mit integrierten Medien. Es werden "Rocking Fingers", also Handschuhe, die Percussionsgeräusche erzeugen, eine "Piano Jacket", die über eine Toy-Piano-Funktionalität verfügt, ein "Chamaeleon Dress", also ein Kleid, dessen Farbton sich der Umgebung und Stimmung anpassen kann sowie ein "Pulsing T-Shirt", das im Herzrhythmus pulsiert, präsentiert. Diese Kleidung kann auch selbst ausprobiert werden.

Musizieren mit der KleidungDie "Wearables" können aber auch dafür eingesetzt werden, Tourengeher in Not zu helfen (etwa über einen speziellen Helm) oder Sportler bei der Ausübung ihres Trainings zu unterstützen. "Diese Kleidung mit integrierter Elektronik bietet eine neue mobile Möglichkeit des Informationszugriffs", erklärt der Vizerektor Hannes Raffaseder gegenüber der futurezone. Ein Highlight bei der Forschernacht wird eine Aufführung der "Drum`n`Pants", also Hosen, mit denen man Schlagzeug spielen kann, werden.

"Forschung ist in Österreich nicht anerkannt", sagt Baker. Tatsächlich zeigt eine Euro-Barometer-Umfrage, dass 57 Prozent der Österreicher "nicht daran interessiert" sind, etwas über Forschung zu wissen. "Das ist der EU-Spitzenwert", erklärt Till C. Jelitto von der Wiener Agentur PR&D. Die FH St. Pölten hat sich aus diesem Grund bei der EU beworben, um an der "European Researchers Night" teilnehmen zu können. "Wir wollen damit vor allem junge Menschen motivieren, denn technologische Berufe sind die Zukunft", so Jelitto.

 

Die FH St. Pölten will mit der Forscher-Nacht vor allem künftige Studenten gewinnen, um einen späteren "Fachkräftemangel" in der Technologie-Branche abzuwenden. Doch das Programm der "FIT für Forschung"-Nacht ist breit gefächert. Insgesamt sollen knapp 3.000 Besucher angelockt werden, so das Ziel der FH. Die EU stellt dazu eine sechsstellige Fördersumme bereit. "Forschung soll dabei erlebbar gemacht werden", erklärt Gabriela Fernandes, die Co-Geschäftsführerin der FH St. Pölten. Statt um Informationsvermittlung soll es vor allem um Erlebnisse gehen, die bleibende Eindrücke hinterlassen. "Begeisterung funktioniert nur über Emotionen", fügt Jelitto hinzu.

 

So sollen Besucher sich mittels QR-Codes über die Forscher informieren können, um dann mit ihnen in persönlich Kontakt treten zu können. Während der europäischen Forscher-Nacht tragen die Professoren und Dozenten T-Shirts, die mit einem QR-Code ausgestattet sind. Die Besucher können diese via Handy-App Mobilot einscannen und "sammeln". Für alle, die so etwas noch nie gemacht haben, gibt es die "Handyambulanz", bei der sie sich die richtige Vorgehensweise genau erklären lassen können. "Die QR-Codes sind ein Experiment, von dem wir nicht wissen, wie gut es angenommen wird. Die Besucher sind dabei selbst Teil von Forschung", meint Baker.

 

Am Programm steht zudem eine Modenschau mit sogenannten "Wearables", intelligenter Kleidung mit integrierten Medien. Es werden "Rocking Fingers", also Handschuhe, die Percussionsgeräusche erzeugen, eine "Piano Jacket", die über eine Toy-Piano-Funktionalität, ein "Chamaeleon Dress", also ein Kleid, dessen Farbton sich der Umgebung und Stimmung anpassen kann sowie ein "Pulsing T-Shirt", das im Herzrhythmus pulsiert, präsentiert. Diese Kleidung kann auch selbst ausprobiert werden.

 

Die "Wearables" können aber auch dafür eingesetzt werden, Tourengeher in Not zu helfen (etwa über einen speziellen Helm) oder Sportler bei der Ausübung ihres Trainings zu unterstützen. "Diese Kleidung mit integrierter Elektronik bietet eine neue mobile Möglichkeit des Informationszugriffs", erklärt der Vizerektor Hannes Raffaseder gegenüber der futurezone. Ein Highlight bei der Forschernacht wird eine Aufführung der "Drum`n`Pants", also Hosen, mit denen man Schlagzeug spielen kann, werden.

Als Höhepunkt des Abends ist eine 30-minütige Medienoper geplant. Dabei werden Pitotis, 4.000 Jahre alte Felsenkunst aus Norditalien, visuell lebendig gemacht und durch Klangdimensionen erweitert. Zu den Felsmalereien, die unter anderem prähistorische Bewohner aus Italien zeigen, wird es auch ein Spiel geben, dass auf einem sogenannten "Touchtable", einem Tisch, dessen Oberfläche sich mit dem Tisch bedienen lässt, demonstriert wird. "Hier werden die Erfahrungen der Besucher von einem Usability-Team ausgewertet", erklärt Baker, der für das Projekt, das zusammen mit der University of Cambridge entstanden ist, verantwortlich ist. In einer Kooperation mit der Bauhaus Universität Weimar werden diese Animationen derzeit um die dritte Dimension erweitert.

Wissenschaftliches HandlesenDer dritte Schwerpunkt der Forschungsnacht widmet sich biometrischen Erkennungsverfahren. So wird etwa das "wissenschaftliche Handlesen" demonstriert, bei dem die Venen der Handinnenfläche erfasst werden, um damit Menschen zu identifizieren. Dabei werden mit Hilfe von Infrarotstrahlen die Handflächen durchleuchtet und das fließende Blut wird sichtbar gemacht. "Das Handvenenmuster ist äußerst komplex und dadurch wird diese Methode relativ sicher", erklärt der Projektleiter Ernst Piller. "Das System kann auch in Wearables eingebaut werden, so dass diese den Nutzer erkennt und identifiziert und sich entsprechend anpasst", erzählt Piller.

Weitere Highlights des Abends inkludieren ein FITness-Studio, in dem die Pitoti-Animationen selber getanzt werden sowie ein Kochstudio, in dem Diätologen der FH St. Pölten Tipps für schlau-machende Ernährung geben. "Die Ideen der FH St. Pölten reflektieren die Wissenschaftskommunikation des 21. Jahrhunderts und gehen weg von einer oberlehrerhaften Präsentation von Forschungsleistungen hin zu einer Erlebniswelt", so Jelitto. "Sicher ist Forschung im Elfenbeinturm einfacher, aber es ist wichtig für eine Demokratie, Einblicke in die Forschungsarbeiten zu ermöglichen", ergänzt Baker.

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Hintergrund:Die europaweite "Nacht der Wissenschaft" wird als Initiative der EU-Kommission im Zuge des 7. Rahmenprogramms für Forschung, Technologie, Entwicklung und Demonstration (FP7) gefördert.

Es sollen dadurch verschiedene Alters- und Berufsgruppen angesprochen werden, die auf eine innovative Weise die Rolle von Forschung für die Gesellschaft kennenlernen sollen.

Die Nacht der Forscher an der FH St. Pölten findet am 23. September ab 15 Uhr statt.

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