Die Forscher hoffen, in Zukunft zerbrechliche Bücher scannen zu können, ohne sie zu öffnen.
© Screenshot YouTube (MIT Media Lab)

Neue Technologie

MIT-Forscher wollen Bücher scannen, ohne sie zu öffnen

Ein Forscherteam des Massachusetts Institute of Technology (MIT) rund um Barmak Heshmat hat einen Prototyp hergestellt, der einen Stapel von bedruckten Zetteln lesen kann, ohne dass die Blätter einzeln betrachtet werden müssen. Das System hat in einem Test erfolgreich die ersten neun Seiten gescannt und die Buchstaben auf den Zetteln erkannt. Das teilt das MIT in einem Blogpost mit.

Terahertz-Strahlung ermöglicht Scannen

Die Technologie basiert auf Senden und Empfangen von Terahertz-Wellen. Diese elektromagnetische Strahlung wird von unterschiedlichen chemischen Materialien unterschiedlich stark absorbiert. Dadurch kann zum Beispiel zwischen Tinte und nicht bedrucktem Papier unterschieden werden.

Im System des MIT sendet eine Terahertz-Kamera die Strahlung durch die Seiten. Von den 20 Mikrometer dicken Zwischenräumen zwischen zwei Lagen Papier wird jeweils ein Teil der Wellen zurückgeworfen. Sie werden dann von einem Sensor aufgefangen, je nachdem wie lang das Eintreffen der verschickten Strahlung dauert, kann auf die Entfernung der einzelnen Buchseiten geschlossen werden. Die Stärke des Signals gibt Ausschluss über das Material, das die Strahlung reflektiert hat.

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