© Mario Jose Sanchez, ap

Science
09/30/2013

Nasa schickt 3D-Drucker ins All

Die US-Raumfahrtbehörde Nasa will 2014 einen 3D-Drucker ins All befördern. Astronauten sollen mit dem Toaster-großen Gerät Ersatzteile selbst herstellen können.

Die Vorbereitungen für den Start der 3D-Druckers laufen bereits. Im Herbst 2014 soll der Einsatz von 3D-Druckern im All getestet werden, berichtet der „Guardian“. Die 3D-Drucker sollen als „fliegende Fabrik“ fungieren und Astronauten etwa mit Ersatzteilen versorgen. Schon heute werden in den Nasa Labs Experimente mit 3D-Druckern durchgeführt. Ingenieure der Raumfahrtbehörde experimentieren etwa mit widerstandsfähigen Raketenteilen. Aber auch mit kleinen Satelliten, die von der Raumstation ISS abgeschossen werden sollen und Daten auf die Erde übertragen können, könnten mittels 3D-Druck hergestellt werden.

US-Start-up produziert Drucker

Die 3D-Drucker der Nasa werden von dem US-Start-up Made in Space gebaut und sollen die Bedingungen im All berücksichtigen, die von starken Vibrationen beim Raketenstart über Mikrogravitation bis hin zu stark schwankendem Luftdruck und unterschiedlichen Temperaturen reichen.

Die Nasa und andere Raumfahrtorganisationen setzen große Hoffnungen in den 3D-Druck. Zuletzt unterstützte die Behörde ein Projekt mit 500.000 Dollar, dass die Fertigung von Solarstrom-Generatoren im All bis 2020 ermöglichen soll. Auch ein Unternehmen, das einen 3D-Drucker für Speisen entwickelt, wurde vor kurzem gefördert.