3D-Drucker könnten für die Raumfahrt von großer Bedeutung sein

© Made in Space

Premiere
09/04/2014

NASA schießt erstmals einen 3D-Drucker ins Weltall

3D-Drucker könnten in Raumstationen wesentliche Vorteile bringen und Versorgungsflüge zum Teil überflüssig machen. Auf der ISS soll nun ein 3D-Drucker getestet werden.

Am Boden hat die US-Raumfahrtbehörde NASA bereits erfolgreich mit Teilen aus 3D-Druckern experimentiert. Vergangenes Jahr hat eine komplett aus einem 3D-Drucker hergestellte Düse einem simulierten Raketenstart standgehalten.

Unter dem Projektnamen "3D Printing in Zero-G Technology Demonstration" soll nun erstmals ein 3D-Drucker zur Internationale Raumstation (ISS) geflogen werden. Geplant ist, dass der kleine 3D-Drucker am 19. September mit dem Versorgungsflug SpaceX-4 zur ISS transportiert wird. Ein kleines Unternehmen namens "Made in Space" hat dafür einen eigenen 3D-Drucker entwickelt, der ungefähr so groß wie ein Mikrowellenherd ist.

3D-Druck-Station im Weltall

In erster Linie soll bei dem Experiment herausgefunden werden, wie 3D-Druck bei Schwerelosigkeit funktioniert, ob sich Teile ähnlich hart und präzise drucken lassen wie auf der Erde.

Sollte die Raumfahrtbehörde mit dem Ergebnis zufrieden sein, ist das langfristige Ziel einen 3D-Drucker im Weltall zu stationieren. Damit könnten Werkzeuge hergestellt und kaputt gegangene Komponenten ersetzt werden. Vor allem im Hinblick auf eine Langzeitexpedition zum Mars könnte dem 3D-Druck eine wesentliche Rolle zukommen.