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Raumfahrt
10/23/2013

NASA stellt Rekord bei Datenübertragung im All auf

Mithilfe einer neuen Technik werden Daten mit Laserstrahlen anstelle von Radiowellen übertragen, was für deutlich höhere Geschwindigkeiten sorgt.

Die NASA hat im Rahmen einer Lunar Laser Communication Demonstration (LLCD) einen neuen Rekord bei Datenübertragungen im Weltall aufgestellt. Die US-Weltraumbehörde konnte Daten zwischen dem US-Bundesstaat New Mexico und einem 385.000 Kilometer entfernten Raumschiff mit einer Geschwindigkeit von 622 Mbps herunterladen. Beim Upload zum Lunar Atmosphere and Dust Environment Explorer (LADEE), der sich derzeit in der Mondumlaufbahn befindet, wurde eine Rate von 20 Mbps erreicht. Möglich wurde das durch eine neuartige Lasertechnik, bei der erstmals Laserstrahlen anstelle von Radiowellen eingesetzt worden sind.

Mithilfe einer ähnlichen Technik schickte die NASA Anfang des Jahres bereits ein digitales Abbild der Mona Lisa ins Weltall, damals allerdings nur mit rund 300 Bits pro Sekunde.

„Die LLCD ist der erste Schritt auf unserem Pfad, eine neue Generation von Datenübertragung im All zu entwickeln“, sagt NASA-Forscher Badri Younes in einer Aussendung. Bislang wurde im All vorwiegend über Radiowellen kommuniziert, jene stoßen aber vermehrt an ihre Grenzen, während der Bedarf an schnellerer Datenübertragung steigt.

Wann die neue Technologie standardmäßig bei NASA-Missionen zum Einsatz kommen wird, ist derzeit noch unklar, laut Younes sei man aber „am richtigen Weg“, diese neue Fähigkeit auch bald standardmäßig einsetzen zu können.