© Nasa, John Hopkins Applied Physics Laboratory, Southwest Research Instiute

Science
02/10/2019

Neue Bilder von Ultima Thule lassen Forscher rätseln

Ultima Thule ist das am weitesten von der Erde entfernte Objekt das jemals untersucht werden konnte. Neue Bilder des Weltraumfelsens werfen Fragen auf.

Anfang des Jahres flog die NASA-Sonde New Horizons an den 6,4 Milliarden Kilometer von der Erde entfernten Objekt Ultima Thule vorbei. Schon damals zeigten sich Forscher über das Aussehen des Objektes verwundert. Der Vergleich mit einem Schneemann wurde bemüht, selbst auf Ähnlichkeiten mit dem Star Wars-Droiden BB-8 wurde hingewiesen. Neue Bilder von Ultima Thule lassen NASA-Forscher nun neuerlich über die seltsame Form des Weltraumfelsens rätseln, berichtet Digital Trends.

Eine von der NASA am Freitag veröffentlichte Sequenz aus 14 Bildern zeigen Form und Bewegung des Objektes:

Dabei bestätigt sich zwar, dass Ultima Thule über zwei Ausbuchtungen verfügt. Kugelförmig, wie bisher angenommen, ist aber keine davon. Während die größere Ausbuchtung mit einem Pfannkuchen verglichen wird, erinnert die kleinere an eine zerbeulte Nuss. Im Gesamtbild ähnelt Ultima Thule auf diesen Bildern auch eher einer seltsam geformten Erdnuss als einem Schneemann. Weil aber nicht alle Teile des Objekts sichtbar waren und nicht von der Sonne illuminiert wurden, gibt es bezüglich der exakten Form noch immer gewisse Unsicherheiten.

Ein von der NASA veröffentlichtes Bild zeigt die Unterschiede zwischen dem ersten Modell des Objektes und der aktualisierten Version:

Mit den neuen Daten tauchen auch neue Fragen auf. „Die neuen Bilder haben unser Sichtweise verändert“, wird der Forscher Alan Stern von der New Horizon Mission der NASA zitiert. Ultima Thules Form sei wesentlich flacher als angenommen. Die neuen Bilder würden aber auch wissenschaftliche Rätsel aufgeben, wie ein solches Objekt überhaupt entstehen konnte: „Wir haben noch nichts Vergleichbares gesehen, das die Sonne umkreist.“