Science
20.11.2018

Norweger wollen Kreuzfahrtschiffe mit toten Fischen betreiben

Im Kampf gegen die Verschmutzung der Ozeane durch Kreuzfahrtschiffe will Norwegen zu ungewöhnlichen, aber angeblich effizienten Maßnahmen greifen.

Kreuzfahrtschiffe sind mitunter maßgeblich verantwortlich für die Verschmutzung der Ozeane. Norwegen will dem nun etwas entgegensetzen und die bekannten Hurtigruten-Kreuzfahrtschiffe künftig nicht mehr mit herkömmlichen fossilen Treibstoff betreiben. Ab 2021 sollen sechs der 17 Hurtigruten-Schiffe mit Biogas die nordischen Gewässer durchkreuzen, wie der Guardian schreibt.

Das Biogas soll durch Fischabfälle erzeugt werden und eine wesentlich sauberere und nachhaltigere Energiequelle sein, als der übliche Treibstoff für Kreuzfahrtschiffe. Auf hoher See kommt meist Schweröl (Heavy Fuel Oil, HFO) zum Einsatz, eine zähe Flüssigkeit, die in Raffinerien bei der Herstellung von Benzin und Diesel übrigbleibt.

Kein Einwegplastik mehr

Zusätzlich zum Biogas will die Hurtigruten-Flotte auf riesige Akkus setzen, die mit erneuerbarer Energie geladen werden sollen. Außerdem soll auf den Schiffen kein Einwegplastik mehr zum Einsatz kommen. Aktuell werden von Hurtigruten drei Hybrid-Schiffe gebaut, die in den kommenden drei Jahren ausgeliefert werden sollen.