Science
26.04.2018

OECD: 14 Prozent aller Jobs stark durch Automation gefährdet

© Bild: REUTERS / FABIAN BIMMER

Die OECD hat untersucht, wie viele Jobs in den Mitgliedsstaaten automatisiert werden können. Österreich liegt im Mittelfeld.

Die Angst, den eigenen Arbeitsplatz zu verlieren, weil Roboter oder Software den Job besser bzw. günstiger erledigen können, ist gerade in den so genannten Industrieländern hoch. Die OECD hat deshalb eine Studie durchgeführt, in der die Gefahr des Arbeitsplatzverlustes durch Automatisierung für die Mitgliedsstaaten der Organisation abgeschätzt wird. Dabei herangezogen wurden Automatisierungsmöglichkeiten für einzelne Berufsgruppen, die Ausprägung unterschiedlicher Fertigkeiten und die Einzelsituation der Mitgliedsstaaten.

210 Millionen Arbeitsplätze

Die OECD kommt zum Schluss, dass 14 Prozent aller Arbeitsplätze in 32 Ländern höchst gefährdet durch Automatisierung sind. Das bedeutet, dass zumindest eine 70-prozentige Wahrscheinlichkeit besteht, dass Menschen an diesen Arbeitsplätzen durch Maschinen ersetzt werden könnten. 32 Prozent aller Arbeitsplätze sind durchschnittlich gefährdet. Hier besteht eine 50- bis 70-prozentige Automatisierungsmöglichkeit. Insgesamt sollen rund 210 Millionen Arbeitsplätze innerhalb der OECD in die beiden Risikogruppen fallen.

Je reicher, desto sicherer

Wie sich in der Studie zeigt, nimmt die Wahrscheinlichkeit der Automatisierung ab, je reicher (Bruttoinlandsprodukt) ein Land ist. Wie The Economist zeigt, befindet sich Österreich damit im Mittelfeld. Das Risiko, hierzulande den Arbeitsplatz durch Automatisierung zu verlieren, entspricht ziemlich genau dem Mittelwert innerhalb der OECD. Ähnlich hoch ist das Risiko in Tschechien, in Deutschland ist es bedeutend höher. Relativ wenig in puncto Arbeitsplatzverlust durch Automatisierung zu befürchten haben Norweger, Neuseeländer, Finnen oder Schweden.

Wer mehr über das genaue Forschungsdesign der Studie wissen möchte, findet sie vollständig in der OECD-Online-Bibliothek.