Science
23.01.2015

Scotty: Forscher entwickeln "Teleport" mit 3D-Drucker

Das von Forschern des Hasso-Plattner-Institutes entwickelte Verfahren zerstört und scannt ein Objekt, während es von einem anderen 3D-Drucker ausgedruckt wird.

Teleportation oder "Beamen", wie man es aus Star Trek kennt, wird wohl noch auf längere Zeit Zukunftsmusik bleiben. Doch Forscher des deutschen Hasso-Plattner-Instituts haben nun ein Verfahren entwickelt, das zumindest theoretisch als Teleportation durchgeht. Scotty setzt zwei 3D-Drucker voraus.

Das Gerät des Absenders wird zu einer 3-Achs-Fräsmaschine umgebaut, die mit der Hilfe einer Kamera die Maße des Objektes Schicht um Schicht aufzeichnet und an einen anderen 3D-Drucker schickt. Dieser druckt mit diesen Daten das Objekt nach, während das Sender-Gerät das Original mit der Hilfe der Fräse zerstört.

Die Überlegung dahinter: In Zukunft, wenn 3D-Drucken und 3D-Scannen mehr Verbreitung gefunden hat, werden Urheberrechtsgesetze das Kopieren von physischen Gegenständen verbieten. Um stattdessen ein Objekt einfach digital zu verschicken, könnte Scotty eingesetzt werden, das das Original zerstört und eine Kopie verschickt. Die Übertragung erfolgt verschlüsselt und schrittweise, weswegen das 3D-Modell nicht rekonstruiert werden kann. Die Forscher haben bereits einen funktionsfähigen Prototypen gebaut und das Verfahren getestet.