Symbolbild: Supernova-Überreste

© NASA

Science
08/19/2020

Supernova könnte zu Massenaussterben geführt haben

Eine Schädigung der Erdatmosphäre durch Supernova-Überreste kann bis zu 100.000 Jahre andauern.

Eine oder mehrere Supernovae könnten vor etwa 360 Millionen Jahren zu einem Massenaussterben geführt haben, wie Forscher der University of Illinois vermuten. Für ihre Studie, veröffentlicht in der Fachzeitschrift PNAS, haben sie die geochronologischen Perioden zwischen Devon und Karbon analysiert und herausgefunden, dass im Gestein dieser Epoche hunderttausende Pflanzengenerationen nachweisbar sind.

Die wurden von UV-Licht verbrannt. Aufgrund massenhafter Vulkanausbrüche oder der Klimaerwärmung könnte die Ozonschicht beschädigt gewesen sein, was dies begünstigt haben könnte. Eine Supernova und ihre Überreste könnten das Massenaussterben zusätzlich bestärkt haben. Den Forschern zufolge könnte sie eine Hülle von gefährlichen UV-, Röntgen- und Gamma-Strahlen um die Erde gelegt haben. Grundsätzlich kann eine Schädigung der Erdatmosphäre durch Supernova-Überreste bis zu 100.000 Jahre andauern.

Hangenberg-Ereignis

Die Studienergebnisse könnten das große „Hangenberg-Ereignis" erklären. Vermutungen zufolge soll das Massenaussterben in diesem Fall bis zu 300.000 Jahre gedauert hat, weswegen Forscher eine Kette von Supernovae vermuten. Explodierende große Sterne, die in Gruppen auftreten, würden sie weitere Supernovae nach sich ziehen und seien nicht ungewöhnlich. Den Experten zufolge müssten sich bei dieser Theorie radioaktive Isotopen wie Plutonium-244 und Samarium-146 in den jeweiligen Gesteinsschichten auffinden lassen.

Ihre Forschungsarbeit soll generell verdeutlichen, dass das Universum einen erheblichen Einfluss auf das Leben auf unserem Planeten hat. Und sie veranschaulichen ihre Ergebnisse mit dem Stern Beteigeuze - eine der derzeit größten Supernova-Bedrohungen, wie sie in der Presseaussendung schreiben: Wenn tatsächlich eine Supernova in einer 65-Lichtjahren-Entfernung vor 360 Millionen Jahren Ursache für ein Massenaussterben von bis zu 75 Prozent aller Arten war, wäre das etwa ein Zehntel der Distanz zu Beteigeuze und somit außerhalb der "Todesdistanz" von 25 Lichtjahren.

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