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Forschung TU Wien will Dürre durch App vorhersagen.

Die App ist für Mitarbeiter von NGOs gedacht
Die App ist für Mitarbeiter von NGOs gedacht - Foto: Tomaso Castalazo, Creative Commons Attribution 3.0 Unported
Eine Smartphone-App soll helfen, weitaus mehr Daten zu Dürrekatastrophen zu sammeln und langfristige Prognosen zu entwickeln.

In Zusammenarbeit mit Hilfsorganisationen entwickelt die TU Wien eine Handy-App, mit der direkt in gefährdeten Gebieten wichtige Daten gesammelt werden sollen. Informationen über Niederschlag, Temperatur, Vegetation und Bodenfeuchte werden mit sozialen und ökonomischen Beobachtungen verknüpft. Dadurch will man Dürre- und Hungerkatastrophen besser verstehen lernen um in Zukunft rechtzeitig vorwarnen zu können.

Gedacht ist die App für Mitarbeiter von NGOs, die in dürregefährdeten Gebieten unterwegs sind. „So bekommen Helfer vor Ort Zugang zu relevanten Satellitendaten – in unserem Fall zu einem Dürre-Index. Wenn man sich die Situation vor Ort angesehen hat, gibt man die erhobenen Daten in die App ein. Sie werden dann an uns weitergeleitet und mit den Satellitendaten verknüpft“, erklärt Markus Enenkel von der TU. Daraus erhalte man ein umfassendes Bild der Lage, das letztendlich wiederum Hilfsorganisationen zur Verfügung gestellt werden soll.

Daten wie Bodenfeuchte werden teilweise auch mithilfe von Satelliten erhoben, doch nicht alle Daten können aus der Ferne gesammelt werden, viele entscheidende Fakten muss man direkt vor Ort untersuchen. Dazu gehören auch sozioökonomische Fragen: Wie sieht es in einer bestimmten Region mit künstlicher Bewässerung aus? Gibt es Zugang zu natürlichen Wasserquellen? Verbreiten sich bereits Krankheiten, die typischerweise mit Hungersnöten einhergehen? Sind Flüchtlingsströme zu beobachten? All das  entscheidet letztlich darüber, wie dramatisch die Auswirkungen einer Dürre sein werden.

(futurezone) Erstellt am 03.10.2013, 10:43

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