Science
11.11.2013

Weltgrößte Konferenz für Industrielle Elektronik in Wien

Heute, Montag, beginnt die IECON 2013 in Wien. Bis zum 14. November sind 1.500 Vertreter aus Forschung und Industrie zu Gast. Organisatoren sind die TU Wien und das AIT.

Der Fachverband IEEE (Institute of Electrical and Electronics Engineers) veranstaltet bereits zum 39. Mal die IECON, die weltweit wichtigste Konferenz für Elektrotechnik. Dieses Jahr wurde Wien als Veranstaltungsort auserkoren. Die Veranstaltung findet vom 11. bis zum 14. November im Austria Center statt. 1.500 Forscher und Vertreter der Industrie sind vor Ort, um sich zum diesjährigen Schwerpunktthema "Energiesysteme der Zukunft" auszutauschen. "Wir haben die größte IECON aller Zeiten. Die Besucherzahl ist fast doppelt so hoch wie vergangenes Jahr in Motreal", sagt Konferenz-Organisator Peter Palensky vom Austrian Institute of Technology (AIT) im Rahmen der Eröffnungspressekonferenz. Auf der IECON sollen sich Wissenschaftler aus verschiedensten Disziplinen austauschen. "Die großen Herausforderungen, die wir in den kommenden 20 bis 50 Jahren auf dem Weg zu intelligenten Stromnetzen, sogenannten Smart Grids, bewältigen müssen, könnnen nur intersisziplinär angegangen werden. Hier soll die Konferenz ansetzen", so Palensky weiter.

Auch die gute Position Österreichs im Bereich Industrie-Elektronik soll auf der Konferenz hervorgehoben werden. "Eine Konferenz wie diese hebt das vorhandene Potenzial", so Sabine Seidler, Rektorin der TU Wien. Um sich einen entsprechenden Wettbewerbsvortteil erarbeiten zu können, müssen Forschung, Industrie und Infrastruktur-Betreiber zusammenarbeiten. "In der Forschung müssen Exzellenz und die Schaffung kritischer Massen angestrebt werden, die Industrie muss die Ergebnisse umwandeln", sagt Brigitte Bach vom AIT. In Österreich funktioniere die Zusammenarbeit gut, was vor allem an den Modellregionen zu sehen sei, wo Projekte im kleinen Maßstab bereits in die Tat umgesetzt werden können.

Intelligente Systeme

Die Industrie ist hier ebenfalls beteiligt. "Wir unterstützen die Grundlagenforschung. Das ist heute wichtig, da die Märkte immer schneller Ergebnisse sehen wollen", sagt Martin Eder von Kapsch. Die Industie ist auf der IECON entsprechend zahlreich vertreten. "Kontakte zu knüpfen wird immer wichtiger, da Einzellösungen heutzutage nur noch die halbe Miete sind. Es ist notwendig, verschiedene Technologien zu einem Gesamtsystem zusammenzuführen", so Sabine Herlitschka von Infineon.

In den Fachvorträgen auf der Konferenz werden unterschiedlichste Themen behandelt, die Bezug zum Energienetz der Zukunft haben. Intelligente Gebäude etwa sollen künftig ihren thermisch und elektrischen Bedarf intelligent in "Absprache" mit dem Netz regeln. Dazu müssen sie mit Sensoren ausgestattet und automatisiert werden, was den angenehmen Nebeneffekt von mehr Benutzerkomfort mitbringt. Auch die Schaffung einheitlicher Industriestandards, etwa im Bereich der Elektrofahrzeuge, ist auf der IECON Thema.