Science
13.09.2013

Wiener Forschungsfest widmet sich der Smart City

Beim diesjährigen Wiener Forschungsfest präsentieren Wiener Forscher ihre Weltneuheiten, die Städte smart machen.

Am 14. und 15. September steht der Parkplatz neben der U4-Station Kettenbrückengasse im Zeichen von Forschung und Innovation aus Wien. 40 Universitäten, Unternehmen und Forschungsinstitute zeigen bei freiem Eintritt neue Innovationen. Die Mitmach-Ausstellung widmet sich dieses Jahr dem Thema Smart City. Die Frage, die dabei gestellt wird, lautet: Was muss in einer wachsenden Stadt wie Wien geschehen, damit die Lebensqualität der Bürger auch in Zukunft gesichert wird?

Smart Grids

„Für uns als AIT ist es eine wichtige Aufgabe, unsere Forschungsergebnisse einer breiten Öffentlichkeit zu vermitteln,“ so Prof. Wolfgang Knoll, Managing Director des AIT (Austrian Institute of Technology), der größten außeruniversitären Forschungseinrichtung Österreichs mit über 1.100 Mitarbeitern.

Eine Station des Energy Departments am AIT widmet sich dem Forschungsschwerpunkt „Smart Grids“. Diese „intelligenten Netze“ können etwa zusätzliche Stromverbraucher automatisch zuschalten – wie zum Beispiel Wärmepumpen –, wenn viel Solarstrom anfällt, oder beispielsweise überschüssigen Windstrom während der Nachtstunden in Elektroautos oder Batterien für Wärmepumpen speichern.

3D-Drucker ausprobieren

Auch Jungforscher Sebastian Geyer von der FH Campus Wien freut sich über die Teilnahme am Forschungsfest: „Man bekommt die Chance, seine Arbeit der breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Das Forschungsfest bringt junge Wissenschafter mit Firmen und etablierten Forschungseinrichtungen in Kontakt“, so Geyer.

Sein Studiengang „High Tech Manufacturing“ setzt sich mit „Rapid Prototyping“ – umgangssprachlich auch 3D Druck genannt – auseinander. Neben Prototypen für die Industrie werden mit dieser Technologie auch Gegenstände für den Alltag rasch und einfach hergestellt. Von Ersatzteilen über Haushaltsgegenstände bis hin zu Spielzeug oder Dekorationsobjekten: Das alles kann mit einem vergleichsweise günstigen Drucker für zu Hause hergestellt werden. Auf dem Forschungsfest kann man diesen neuesten 3D-Drucker selbst testen und kleine Gegenstände ausdrucken.

Grüne Hausfassaden

Ökologisch denken auch BOKU und das „Green City Lab“, die erkunden, wie wir alle die Stadt grüner machen können: mit Moos-Graffiti, bewachsenen Bus-Haltestellen oder grünen Hausfassaden.

Die FH Technikum beschäftigt sich hingegen mit smarten Innenräumen: Was macht unser Zuhause intelligent? Das Wohnzimmer der Zukunft im Forschungszelt zeigt, was unsere Geräte bald alles können.

Auch Krankenhäuser werden smarter: Das neue Krankenhaus Nord wird beispielsweise mit einer modernen Rohrpostanlage der Wiener Firma Sumetzberger ausgestattet, die Medikamente oder Blutproben vollautomatisiert durch das Krankenhaus schicken kann.