© NHC/NOAA

Science
08/23/2020

Zwei Hurrikans bedrohen Golf von Mexiko gleichzeitig

Erstmals, seit es Wetteraufzeichnungen gibt, könnte der Golf von zwei Wirbelstürmen zur selben Zeit getroffen werden.

von Martin Stepanek

Am Golf von Mexiko herrscht höchste Alarmstufe. Erstmals in der Geschichte der modernen Wetteraufzeichnungen bilden sich nämlich zwei Formationen, die als Hurrikans gleichzeitig auf die Küste treffen und sich vereinen könnten. Das letzte vergleichbare Ereignis ist mehr als 60 Jahre her. So zogen im Jahr 1959 zwei tropische Stürme durch den Golf von Mexiko - sie erreichten letztlich aber ebenso keine Hurrikan-Stärke, wie die beiden tropischen Stürme im Jahr 1933.

Doppelter Hurrikan möglich

Derzeit ist noch unklar, ob es tatsächlich zu dem ungewöhnlichen und besonders gefährlichen Ereignis kommt. Das aktuell bereits größere Sturmtief "Laura" wurde bereits zu einem tropischen Sturm hochgestuft. Diese Einstufung kommt zur Anwendung wenn Geschwindigkeiten zwischen 63 und 118 km/h auftreten. Den Vorhersagen zufolge dürfte Laura im Laufe des Wochenendes und der kommenden Woche über die Virgin Islands, Haiti, die Dominikanische Republik, Kuba und schließlich Florida hinwegziehen.

Der zweite Hurrikan-Kandidat lauert bei Honduras. Dabei handelt es sich derzeit noch um ein Tiefdrucksystem, das sich langsam zum Tropensturm "Marco" aufbauen könnte. Das System bewegt sich aktuell noch langsamer als Tropensturm "Laura" und befindet sich weiter westlich. Der prognostizierte Pfad streift zunächst den Südosten Mexikos, um mitten im Golf von Mexiko schließlich in Richtung Texas zu ziehen, wo es sich mit einem etwaigen Hurrikan "Laura" vereinen könnte.

Klimaforscher warnen seit längerem davor, dass die fortschreitende Erwärmung der Erde zu einer höheren Frequenz an Extremereignissen wie Hurrikans und Tropenstürmen führen könne. Schon in den vergangenen Jahren waren in der Gegend eine besonders hohe Anzahl an Stürme und Hurrikans verzeichnet worden.

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