Start-ups
12/20/2018

Kleine Unternehmen brauchen kleine Security-Anbieter

Mittelständische Unternehmen haben es nicht leicht, wenn sie eine umfassende Security-Lösung suchen. Ein Start-up versucht, diese Lücke zu füllen.

Mit fortschreitender Digitalisierung gewinnt auch die Absicherung der digitalen Systeme immer mehr an Bedeutung. Kleine und mittlere Unternehmen haben diese Herausforderung zwar erkannt, allerdings stehen sie vor dem Problem, dass die meisten umfassenden Security-Lösungen nur für große Unternehmen tauglich sind. „Sie stellen sich daher die Frage, ob sie entweder die teure und aufwändige Lösung eines großen Anbieters oder gar keine Lösung kaufen“, sagt Wolfgang Rosenkranz vom Kuratorium Sicheres Österreich (KSÖ): Leider, so der Experte, entscheiden sich viele Unternehmen dazu, neben einem Virenscanner und einer Firewall keine umfassende Lösung zu installieren.

Kleine Anbieter für kleine Kunden

„Es braucht daher kleine Unternehmen, die kleine Kunden bedienen“, sagt Rosenkranz. Einer dieser Anbieter ist das Start-up C4SAM, das für den „Security Rockstars“-Award des KSÖ nominiert ist. Die Gründer von C4SAM haben teils über 30 Jahre Erfahrung in der IT und bringen diese Erkenntnisse nun ein, um Lösungen für den Mittelstand zu schaffen.

„Dabei haben wir festgestellt, dass es zwar viele OpenSource-Werkzeuge gibt, diese jedoch sehr komplex sind“, sagt Alexander Szönyi, Co-Founder von C4SAM: „Wir fassen diese Werkzeuge auf einer Plattform zusammen, damit sie für Kunden und Partner leicht anwendbar sind.“ Als „Partner“ versteht er dabei externe Experten, welche die IT des KMU betreuen, damit dieses sich auf sein Kerngeschäft konzentrieren kann.

Die Lösung lässt sich in bestehende IT-Landschaften integrieren und an die unterschiedlichen Teil-Systeme anpassen. Die Zielgruppe sind alle Unternehmen, deren Geschäft von der Verfügbarkeit digitaler Infrastruktur abhängt, die mit vertraulichen Kundendaten agieren oder an strenge regulatorische Vorgaben gebunden sind. Ein Prototyp der Lösung soll im ersten Quartal 2019 fertig sein, der Release Candidate für die ersten Kunden soll im dritten Quartal 2019 folgen. Der Einstiegspreis für das Produkt wird laut Szönyi bei 6000 Euro pro Jahr liegen – Kunden können sich entscheiden, ob sie die Lösung auf eigenen Servern oder in der Cloud betreiben.

Einreichen noch bis Ende des Jahres

Rosenkranz beobachtet, dass immer mehr Start-ups Sicherheitslösungen entwickeln, die sich speziell an die Bedürfnisse von KMU richten. Das zeigt sich auch bei den bisherigen Einreichungen für den Security-Rockstars-Wettbewerb, bei dem sich Start-ups mit Fokus auf Sicherheitslösungen bewerben können: Die Bandbreite reicht hier von einfachen Ansätzen zur Schaffung von Awareness für Security-Themen bis zu Komplettlösungen wie jener von C4SAM. Interessierte Start-ups können noch bis Ende Dezember einreichen.

Dieser Artikel ist im Rahmen einer bezahlten Kooperation zwischen futurezone und dem Kuratorium Sicheres Österreich (KSÖ) entstanden.