Start-ups
01/10/2019

N26 ist 2,7 Milliarden Dollar wert und steht vor US-Expansion

In der jüngsten Finanzierungsrunde sammelt das von zwei Wienern gegründete Banken-Start-up 300 Millionen Dollar ein.

Die von zwei Österreichern gegründete und nunmehr in Berlin ansässige Smartphone-Bank N26 lässt sich ihre globale Expansion von ausländischen Investoren finanzieren. Der New Yorker Risikokapitalgeber Insight Venture Partners sowie der Singapurer Investmentsfonds GIC stellen zusammen mit anderen Investoren 300 Millionen Dollar zur Verfügung, wie das seit 2015 aktive Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Es handelt sich damit um eine der größten Private-Equity-Finanzierungsrunden, die ein europäisches Fintech gestemmt hat.

Inzwischen hat N26 in vier Runden mehr als 500 Millionen Dollar eingesammelt, unter anderem bei Europas größtem Versicherungskonzern Allianz und dem chinesischen Internet-Riesen Tencent, dem deutsch-amerikanischen Investor Peter Thiel und bei Mitgliedern des Zalando-Managements.

N26 setzt auf eine Klientel, die ihre Bankgeschäfte über das Smartphone abwickeln will. In mittlerweile 24 europäischen Ländern kommt das Berliner Unternehmen auf insgesamt 2,3 Millionen Kunden, schreibt allerdings noch rote Zahlen. Die jüngste Geldspritze soll zunächst in die US-Expansion fließen, die noch im ersten Halbjahr starten soll.

Bank-Branche umkrempeln

Langfristig will Firmenchef Valentin Stalf nicht nur in den USA und Europa erfolgreich sein, sondern N26 zur "ersten globalen mobilen Bank" aufbauen. Bezüglich eines potenziellen Börsengangs hält sich das Unternehmen bisher bedeckt.

Valentin Stalf, CEO und Mitbegründer von N26 schreibt in einer Aussendung: "Weltweit nutzen immer noch zu viele Menschen schlechte digitale Bankprodukte und zahlen zu hohen Gebühren. Mit Insight Venture Partners und GIC stoßen weitere renommierte Investoren dazu und wir haben jetzt mehr denn je die Chance mit den besten Investoren der Welt eine der größten Industrien umzukrempeln."