Start-ups 22.05.2018

Pioneers wird an Startup300 verkauft

Bernhard Lehner und Michael Eisler, Gründer von startup300, treten das “Pioneers”-Erbe von Andi Tschas und Jürgen Furian an (v.l… © Bild: Patrick Mönnich/Startup300

Die Veranstalter des Pioneers Festivals werden an das Business-Angel-Netzwerk Startup300 verkauft.

Die JFDI GmbH, Veranstalter des „ Pioneers Festival“, wird vom Business-Angel-Netzwerk Startup300 gekauft. Die Kaufsumme ist nicht bekannt, es soll sich aber um einen „mittleren siebenstelligen Eurobetrag“ handeln, der in Bar und Startup300-Aktien ausbezahlt wird. Geschäftsführer Oliver Csendes und sein Team sollen unverändert bestehen bleiben.

Das Pioneers Festival, das am 24. und 25. Mai wieder in der Wiener Hofburg stattfindet, ist das größte Start-up-Event Österreichs. Dieses Jahr nehmen 2500 Besucher sowie 550 Start-ups aus der ganzen Welt daran teil. Neben dem Event-Business hat sich die 2009 gegründete Marke Pioneers aber mit Discover und Ventures auch in das Beratungs- und Investoren-Geschäft vorgewagt. 

Zudem will man künftig als „zentrale Anlaufstelle für Tech-Innovatoren und Unternehmen in Europa“ auftreten und eine Datenbank anbieten, die Zugang zu den Daten von 17.000 europäischen Start-ups liefert. Diese soll „PioBay“ heißen und erinnert an die US-Plattform Crunchbase

Das 2016 gegründete Business-Angel-Netzwerk Startup300 will nach eigenen Angabe mit der Übernahme ein „österreichweites Start-up-Ökosystem aufbauen und betreiben“. Startup300 gehören zahlreiche erfolgreiche Start-up-Unternehmer aus Österreich an, darunter Hansi Hansmann, Michael Altrichter, Hermann Hauser sowie die Gründer von Runtastic. Derzeit zählt man 142 Aktionäre sowie ein 40-köpfiges Team. Dieses soll im Geschäftsjahr 2018 einen Umsatz in mittlerer einstelliger Millionenhöhe erwirtschaften.

Im Vorjahr gründete Startup300 zudem in der Linzer Tabakfabrik den Start-up-Campus factory300. Im Herbst soll auch ein ähnlicher Campus in Wien folgen. 

( futurezone ) Erstellt am 22.05.2018