AIT-Experte Marc Busch: "Die Herausforderung besteht darin, Akzeptanzfaktoren zu identifizieren, die für das Produkt wichtig sind"

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Start-ups
05/18/2017

Technologieakzeptanz-Studien für Start-ups

Das AIT Austrian Institute of Technology hilft Firmen dabei, ihre Produkte nutzerfreundlich zu gestalten. Auch beim Pioneers Festival sind Experten des AIT vertreten.

Das Wiener Start-up handcheque arbeitet an einer universellen Kreditkarte mit Touchscreen. Ob und wie die Technologie von Nutzern akzeptiert wird, wurde begleitend zur Entwicklung eines Prototypen vom AIT erhoben. "Wir haben etwa untersucht, welche Anforderungen Nutzer an eine solche Karte stellen oder wie viel sie kosten darf", erzählt Marc Busch, Wissenschaftler beim AIT. "Das sind alles Elemente, die auf die Nutzererfahrung Einfluss haben."

Neben Konzernen und kleinen und mittleren Unternehmen zählt das AIT zunehmend Start-ups zu seinen Kunden. "Der Anteil junger innovativer Unternehmen, die Nutzerfreundlichkeit und Technologieakzeptanz ihrer Produkte und Dienste beim AIT untersuchen und testen lassen, macht mittlerweile 15 bis 20 Prozent aus", erzählt Busch. Auch beim Pioneers-Festival, das am 1. und 2. Juni in der Wiener Hofburg stattfindet und bei dem Start-ups und Investoren aus aller Welt erwartet werden, ist das AIT mit einem Stand vertreten.

Workshop

Im Rahmen des Pioneers Festivals soll Gründern unter anderem in einem 50-minütigen Workshop mit dem Titel "Wie Technologieakzeptanz schaffen? Ein anwendungsorientierter Workshop zur Optimierung von Produkten, Dienstleistungen und Services" vermittelt werden, wie Start-ups wissenschaftliche Technologieakzeptanzmodelle für die Entwicklung von Produkten nutzen können.

"Die Herausforderung besteht darin, Akzeptanzfaktoren zu identifizieren, die für das Produkt wichtig sind, und herauszufinden, wie man darauf eingehen kann." Das gehe bis zur Fragestellung, ob das Produkt "Coolness" transportieren müsse, erläutert Busch.

Kooperationen mit Coworkingspaces

In Österreich kooperiert das AIT auch mit dem Coworkingspace sektor5 und dem hauseigenen Inkubatorenprogramm 5starts, in dem Wissenschaftler und Experten des AIT als Trainer tätig sind. "Wir werden in sehr frühen Produktentwicklungsphasen hinzugezogen, können mithilfe wissenschaftlicher Modelle Produktakzeptanz abschätzen und somit möglicherweise Fehlentwicklungen verhindern“, sagt Busch: "So ist es möglich, Kosten für Start-ups insgesamt zu reduzieren."

Über Netzwerke und Zusammenschlüsse mit europäischen Coworkingspaces möchte man auch international ins Geschäft kommen. Kooperationen in Berlin laufen bereits, sagt Busch. "Auch in London ist die Zusammenarbeit mit Start-up-Zentren geplant."

Disclaimer: Die futurezone ist Medienpartner des Pioneers Festival.