Start-ups
15.11.2018

Waytation misst Besucherströme mit Bluetooth-Tags

Im Rahmen des Internet of Things Award - powered by T-Mobile konnten Entwickler Ideen einreichen. Gewonnen hat das Wiener Start-up Waytation.

Der futurezone Award in der Kategorie „Internet of Things“– powered by T-Mobile geht an Waytation. Das Wiener Start-up misst durch kleine Chips in Namensschildern die Bewegung der Masse auf Messen. Für die Veranstalter und Besucher von Messen besteht damit die Möglichkeit Besucherströme und Verweildauer an Messeständen mit Hilfe von Bluetooth-Badges zu messen. Diese bezeichnet Waytation als „WayTag“. Dieser wird einfach am Messebadge befestigt. Auf der CeBIT, einer Technologie-Messe in Hannover, kamen im Juni bereits 10.000 WayTags zum Einsatz.

Nach großen Erfolgen bei medizinischen Kongressen, bei denen Waytation automatisierte Fortbildungspunkte an Ärzte vergeben hatte, hat man mit der Deutschen Messe Hannover AG einen wichtigen Kunden in der internationalen Messewelt gewonnen.

Bisher war es schwierig

Die auf Bluetooth 4.0 basierte Technologie ermöglicht eine automatisierte Erfassung von Besucherströmen. Die Datensätze werden im Anschluss anonymisiert und ausgewertet. Somit lassen sich zeitnahe Bewegungsmuster, Verweildauer, als auch Interessen der Besucher erfassen sowie analysieren. Das Ganze passiert völlig datenschutzkonform.

Die Besucherströme während einer Messe oder eines Kongresses zu messen, galt bisher aufgrund der Komplexität und Größe von Veranstaltungen oft als schwieriges Unterfangen. Besuchertrends können jetzt mit Waytation frühzeitig erkannt und entsprechend adaptiert werden.

„Wir bieten Besuchern außerdem die Möglichkeit, einen digitalen Bericht ihres Besuchs zu erhalten, damit sie sehen können, welche Vorträge oder Aussteller sie besucht haben“, erläutert Cemsit Yelgin, CEO von Waytation im Gespräch mit der futurezone. Dieses zweite Anwendungsszenario, das Vorteile für die Nutzer bringt, wird gerade ausgebaut.

Nominiert waren auch Crewbands, ein Start-up das den Bootssport sicherer machen will sowie die Plattform Tributech.io aus Linz.