Start-ups
20.04.2016

Gatherer: St. Pöltner Start-up für Termine startet durch

Das Team von „Gatherer“ macht dem Weltmarktführer für Terminvereinbarungen, Doodle, Konkurrenz mit einer App. Es gibt Investments von Speedinvest und dem aws.

Wer online am Desktop-PC einen Termin für eine Gruppe von Leuten vereinbaren will, verwendet häufig das Tool „Doodle“. Nun hat ein junges Start-up aus St. Pölten rund um die 25-jährige Desiree Zottl mit „Gatherer“ eine App (für iOS und Android erhältlich) auf den Markt gebracht, mit der man Termine unter mehreren Personen auch am Smartphone einfacher als bisher ausmachen kann. Bis 2019 wird es weltweit über 2,5 Milliarden Smartphone-User geben.

So funktioniert es

Die Verwendung am Smartphone erlaubt es „Gatherer“ nicht nur über E-Mail einzuladen, sondern auch per SMS oder Messenger, also jene Kanäle, über die die jeweiligen Teilnehmer gerade am besten erreichbar sind. Damit werden sogenannte „Einlade-Links“, die durch WhatsApp oder Mail verteilt werden, unnötig.

Man braucht dafür nur ein Event erstellen und seine Kontakte einladen. Dies geschieht bei „ Gatherer“ direkt aus dem Kontaktbuch und zwar egal, ob diese die App installiert haben oder nicht. Dadurch, dass der Kalender in der App integriert ist, sehen die Nutzer zudem sofort, an welchen Tagen sie noch Zeit haben oder wann sie bereits Termine geplant haben. Es ist kein Wechsel in die eigene Kalender-App mehr notwendig. „ Gatherer“ macht damit dem Weltmarktführer Doodle ordentlich Konkurrenz.

Investments

Das Start-up von Zottl und ihren Kollegen Michael Kräftner (27) und Alexander Palic (25), die sich alle an der FH St. Pölten im Lehrgang „Digitale Medientechnologien: Masterklasse Mobiles Internet“ kennengelernt haben, hat am Dienstag auch in der Start-up-Show „2 Minuten 2 Millionen“ groß abgeräumt. Das Team hat mit Speedinvest und Michael Altrichter zwei prominente Investoren an Land gezogen, wobei die Investition von Michael Altrichter in gegenseitigem Einverständnis auf eine spätere Finanzierungsrunde verschoben wurde, wie die futurezone auf Anfrage in Erfahrung bringen konnte. Man bleibe in Kontakt im Bezug auf die nächste Finanzierungsrunde, heißt es seitens des Unternehmens. Damit konnten über die TV-Start-up-Show insgesamt 80.000 Euro für acht Prozent der Firmenanteile eingesammelt werden.

Auch das AWS ( Austria Wirtschaftsservice) hat das Potential der Idee und des Teams bereits erkannt und unterstützt das Projekt im Rahmen der Hochtechnologie-Förderung „PreSeed“, bei der vielversprechenden Technologien der Markteintritt ermöglicht werden soll, mit 160.000 Euro.

Gatherer trägt mit seiner Firmenchefin Zottl auch wieder zur Erhöhung der Frauenquote an der Spitze österreichischer Unternehmen, aber auch an der Spitze globaler IT-Startups bei. „Wir stehen noch ganz am Anfang, aber wir freuen uns auf die Herausforderung,“ so Zottl.