Das Team hinter Kangaroute

© Bitsfabrik/Kangaroute

Start-ups
10/30/2015

kangaroute will Online-Reiseplanung revolutionieren

Bitsfabrik startet eine neue Empfehlungsplattform, die sich an den Freizeitaktivitäten und Interessen der Nutzer orientiert.

Online-Plattformen und -Dienste rund um das Thema Reise gibt es bereits zu Hauf. Das österreichische Start-up kangaroute will die Online-Reiseplanung jetzt mit einem spezifischen Ansatz angehen und eine neue Plattform starten, die Empfehlungen auf Grundlage von Kunden-Interessen und deren Freizeitaktivitäten anbietet. So sollen sich Trips unkompliziert planen lassen und auf neue Angebote in der näheren Umgebung hingewiesen werden. Hinter kangaroute steckt die App-Entwicklerfirma Bitsfabrik. “Wir konzentrieren bei kangaroute alles auf die Aktivität. Das System weiß, was einem gefällt, lernt während der Nutzung vom Kunden und schlägt Aktivitäten rund um den Heimatort vor, solange man keine andere Zieldestination nennt”, erklärt Dietmar Pils, CMO bei Bitsfabrik, gegenüber der futurezone.

“Wenn es für ein paar Tage auf Reisen gehen soll, zeigt kangaroute die Lieblinsgaktivitäten rund um Hotels und Unterkünften”, so Pils weiter. Kangaroute wird auch als App für iOS und Android verfügbar sein und soll so ein ständiger Reisebegleiter werden. “Wir weisen dann zum Beispiel interaktiv, etwa bei Outdoor-Aktivitäten, auf veränderte Wetterverhältnisse hin und schlagen auch Alternativen vor”, erklärt Pils.

Unausgeschöpftes Potenzial

Obwohl inzwischen zwei Drittel der Kunden ihre Reise online planen, buchen dann nur 30 Prozent im Internet. Die kangaroute-Machen sehen hier die Fülle an ungefilterter Information im Netz als einen der Gründe, etwa, dass man in der Planung immer wieder zwischen verschiedenen Plattformen hin und her wechseln oder Reiseunterlagen in ausgedruckter Form mitnehmen und vorweisen muss. Hier wolle man Abhilfe schaffen und mit dem Fokus auf Aktivitäten die Themen Freizeitgestaltung und Tourismus “noch deutlicher auf den Punkt bringen und effizienter gestalten können”, so Pils.

Als Zielgruppe hat man sich “junge und abenteuerlustige Paare oder Singles zwischen 25 und 45 Jahren” auserkoren. “Sie gehen in ihrem Job auf und Karriere ist ihnen wichtig - jedoch nur in einer bewussten Balance zu ihrer Freizeit”, erläutert Pils. Darauf setzt nun die Idee von kangaroute: Unabhängiges Reisen und ein Land oder eine Stadt auf eigene Faust zu erkunden, Menschen, die diese Absicht verfolgen, sollen angesprochen werden.

Für die User soll die kangaroute-Nutzung gratis sein. Ein Teil der Funktionen steht auch ohne Registrierung zum Ausprobieren zur Verfügung, will ein Nutzer konkret zur Urlaubsplanung übergehen, sei allerdings eine Anmeldung erforderlich.

Offizieller Launch zum Jahreswechsel

Als offiziellen Starttermin hat Kangaroute den 31.12.2015 festgelegt. Man arbeite derzeit mit Hochdruck daran, den Termin einhalten zu können. “Mit Anfang nächsten Jahres, rechtzeitig zur Ski-Saison, wollen wir mit kangaroute in Österreich für die Zielmärkte DACH an den Start gehen”, sagt Pils. Man habe die Plattform aber von Anfang an skalierbar konzipiert, sodass man auch bald in mehreren Sprachen und in anderen EU-Ländern und Nordamerika starten könne.

Um das Start-up bekannt zu machen, fährt kangaroute als eine von 14 österreichischen Firmen mit der Wirtschaftskammer auf das diesjährige Web Summit in Dublin. Man freue sich auf die Möglichkeit, im Rahmen des Start-up-Events das Projekt auch vor internationalen Investoren und Medien präsentieren zu können.

Worauf es ankommt

“Kein Start-up, keine Idee, kein Produkt wird national oder international erfolgreich sein können, wenn der Entrepreneur-Gedanke dahinter fehlt”, sagt Pils. “Der Antrieb, Innovation zu schaffen, bestehende Strukturen zu hinterfragen und aufzubrechen, aus anderen Blickwinkeln zu betrachten sowie hinter seinen Entscheidungen zu stehen und Risiken ins Auge zu sehen, das ist es, was über Erfolg oder Misserfolg entscheidet.”

Natürlich sind laut Pils auch die Rahmenbedingungen im jeweiligen Land entscheidend. Dabei gehe es um Dinge wie Clustering von wichtigen Shareholdern wie Investoren, Accelerators oder gefördertem Office-Space, Co-Working-Optionen, regelmäßigen international besetzten Events, etc. “Wo Synergien entstehen und auch kooperativ gelebt werden, dort kann etwas Großes entstehen”, glaubt Pils.