Start-ups
02.07.2017

Schweiz gründet Risikokapital-Fonds für Start-ups

Das Schweizer Wirtschafts-Ministerium sammelt umgerechnet 275 Millionen Euro bei Banken ein, um Start-up-Innovationen auf die Beine zu helfen.

Die Schweiz füllt einen Topf mit Risikokapital für Jungunternehmer. Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann hat für die Förderung von Jungunternehmen erfolgreich gesammelt. Credit Suisse, Mobiliar, Helvetia und UBS hätten 200 bis 300 Millionen Franken (bis zu 275 Mio. Euro) in Aussicht gestellt, sagte der Politiker der NZZ am Sonntag.

Mangel an Risikokapital

"Ich habe für dieses Projekt die Funktion des Katalysators übernommen", sagte Schneider-Ammann. Die Notwendigkeit eines solchen Fonds begründet er mit dem Mangel an Risikokapital in der Schweiz.

Schneider-Ammann forderte, dass die guten Ideen, die in der Schweiz entwickelt würden, nicht nach Kalifornien exportiert werden und dort Jobs schaffen sollten. Der privat finanzierte Fonds soll ab 2018 Schweizer Start-ups mit Risikokapital unterstützen. Bis zum heurigen Jahresende soll der Topf eine halbe Milliarde Franken schwer sein.

"Todestal" überbrücken

In der Forschungs- und Erfindungsphase gebe es in der Schweiz keine Probleme, erklärt Schneider-Ammann. Schwierig sei es aber in der nächsten kapitalintensiven Phase bis zur Marktreife eines Produkts. "Diese Phase nennt man das Todestal", sagte der Bundesrat.

Die Swiss Entrepreneurs Foundation soll den Start-ups mit Risikokapital zu günstigen Konditionen durch diese Phase helfen. Im Übrigen habe der Fonds nichts mit Wohltätigkeit zu tun, so Schneider-Ammann. Reüssiere ein Start-up, fließe ein Teil der Gewinne später an den Fonds zurück.