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Förderprogramm

Zweite Runde von aws-Start-up-Camp für Schulabsolventen

Im vergangenen Sommer startete die aws (Austria Wirtschaftsservice GmbH) ein neues Förderprogramm für Schulabgänger. Nun ging aws First, so der Name des Start-up-Programms, mit dem Sommercamp in die zweite Runde. Bei der Gründerinitiative konnten am vergangenen Wochenende insgesamt 15 Teams um einen Platz im Business Lab der aws kämpfen. Davon werden zehn Projekte ausgewählt, die dann ein Jahr lang Unterstützung bei der Entwicklung ihrer Geschäftsmodelle erhalten - dazu zählen Dinge wie Coachings, finanzielle Unterstützung, aber auch Infrastruktur in einem Co-Working-Space.

Im Vorfeld hatten sich die Schulabsolventen zwischen 18 und 23 Jahren um die Teilnahme an dem Sommercamp bewerben können. In Rabenstein in Niederösterreich stellten sie ihre Projekte dann bei diesem einer Expertenjury vor. “Bis September soll feststehen, welche die zehn Teams sind, die dann in diesem Jahr in unser Business Lab einziehen”, sagt Clarissa Lehner, Projektmanagerin von aws First, zur futurezone.

Schon während des Sommercamp-Wochenendes wurde den Teams ein Einblick darin gegeben, welche Herausforderungen der unternehmerische Alltag mit sich bringen kann. So mussten die Teilnehmer etwa in einzelnen Sessions ihre Businessideen weiterentwickeln und diese in Form von Pitches präsentieren.

Breites Themenfeld

Die Projekte decken ein breites Feld ab und befinden sich zudem in unterschiedlichen Phasen der Entwicklung. So kann es sein, dass Teams erst eine Idee haben und andere schon mit Prototypen aufwarten können. “Vom mobilen Personenseilaufzug zum Computerspiel für blinde Menschen, die von den Teams mitgebrachten Ideen könnten unterschiedlicher nicht sein”, sagt Edeltraud Stiftinger, Geschäftsführerin der aws. Im Zuge des aws First-Programms würden aber nicht nur die eigentlichen Projekte, sondern vor allem auch die unternehmerischen Fähigkeiten der Teams bewertet. Dabei kann es um Zeitmanagement ebenso wie um Problemlösungskompetenz gehen.

Ein Jahr im Business Lab

Die aktuelle Runde, die im vergangenen Jahr startete, findet Ende September ihren Abschluss. Danach ziehen die neuen Teams ins Business Lab ein. “Unser Ziel war bzw. ist es, dass die Teams nach dem Jahr tatsächlich soweit sind, dass sie gründen können”, erklärt Lehner. “Der Großteil aus der ersten Runde ist auch soweit. Etwa die Hälfte der Teams hat vor, ein Unternehmen zu gründen. Die Teilnehmer konnten tatsächlich viel Wissen mitnehmen.”

Auch bei der aws habe man in dem ersten Jahr des Programms natürlich dazu gelernt. “Vieles hat gestimmt am Gesamtpaket. Aber einiges konnten auch wir aus dem Jahr mitnehmen und nun weiter verbessern. So werden wir zum Beispiel die Trainingseinheiten stärker blocken, um dann bei den einzelnen Terminen noch mehr Zeit zu haben, an den Projekten weiterzuarbeiten”, so Lehner.

Daneben soll den zehn ausgewählten Teams auch mit Mentoring zur Seite gestanden werden und es soll umfangreiche Möglichkeiten zum Networking in der österreichischen Gründerszene geben. Die Kosten der Teilnehmer werden über ein monatliches Stipendium von insgesamt 7200 Euro pro Teammitglied gedeckt. Ergänzend finanziert die aws mitunter auch die Entwicklung von Prototypen.

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