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Antipiraterie-Maßnahme Microsoft sperrt 50.000 Keys für Windows und Office.

50.000 illegale Office- und Windows-Schlüssel gesperrt
50.000 illegale Office- und Windows-Schlüssel gesperrt - Foto: Microsoft
Microsoft hat 50.000 illegale Product Keys - vor allem für Windows 7 und Microsoft Office - deaktiviert. Rechtmäßig erworbene gebrauchte Lizenzen sind nicht betroffen.

Wie Microsoft am Mittwoch bekanntgab, wurden 50.000 Product Keys aus dem Verkehr gezogen bzw. gesperrt. Bei vielen der vermeintlich offiziellen Lizenzen, die teilweise auch von Händlern im Internet verkauft wurden, habe es sich um zeitlich befristete Lizenzen für Testversionen, um Volumenlizenzen für Bildungseinrichtungen oder OEM-Lizenzen gehandelt, die illegal vertrieben wurden.

Windows 7 gefragt

Vor allem Windows 7 dürfte bei Usern, die beim Kauf sparen wollen, und foglich auch bei Softwarepiraten beliebt sein. Laut Microsoft Deutschland wurden in den vergangenen beiden Jahren Hunderttausende gefälschte Datenträger sichergestellt. Neben der Maßnahme, die 25-stelligen Codes zu sperren, geht Microsoft mit mehreren einstweiligen Verfügungen gegen Händler vor, die mit illegalen Lizenzen handeln.

Seriöse Anbieter gebrauchter Microsoft-Lizenzen sollen von der Maßnahme aber nicht betroffen sein. Ein Sprecher des Unternehmens usedSoft, das sich auf den Weiterverkauf gebrauchter Microsoft-Lizenzen im Business-Bereich spezialisiert hat, teilte auf Anfrage der futurezone mit, dass man die Maßnahme Microsofts befürworte. Nur so könnten seriöse von unseriöse Anbieter getrennt werden.

Tipps für Käufer

Generell gilt, dass Käufer beim Erwerb einer Lizenz wissen sollten, woher diese stammt bzw. wer der vorherige Eigentümer war. Auch muss gesichert sein, dass der frühere User die Software nicht mehr weiternutzt. usedSoft etwa bestätigt dies per notariell beglaubigtem Zertifikat - bietet allerdings nur Lizenzen für Business-Kunden an.

Für Privatuser empfiehlt sich ebenfalls, nur bei seriösen Händlern zu kaufen. "Wir raten dringend von Lizenz-Schlüsseln ab, die nur über E-Mail verschickt werden. Besser ist es, die Originalbox inklusive Echtheitszertifikat in der Hand zu haben", sagt Dirk Lynen, Geschäftsführer von 2ndsoft, einem Unternehmen, das gebrauchte Lizenzen an Privatuser verkauft.

Auch bei besonders günstigen Angeboten gilt besondere Vorsicht. "Wir bekommen in letzter Zeit immer wieder Microsoft Office Professional Keys um ein paar Euro pro Stück angeboten. Da der Normalpreis bei 500 Euro liegt, muss man hier einfach stutzig werden", so Lynen gegenüber der futurezone. Ganz ausschließen, dass der Key vom ehemaligen User weiterverwendet oder weitergegeben wurde, könne man auch bei seriösen Angeboten nicht. Im Zweifelsfall könne man bei Microsoft aber Einspruch erheben, wenn man die Originalbox besitze.

(futurezone) Erstellt am 04.12.2014, 16:28

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