Margarete Schramböck wird Digitalministerin

Die ehemalige A1-Chefin Margarete Schramböck wird Ministerin für Wirtschaft und Digitales.

Die neue Regierung von FPÖ und ÖVP steht, wie der KURIER berichtet. Die neue ÖVP-Digital-(und Wirtschafts-)Ministerin heißt demnach Margarete Schramböck. Das hat viele Beobachter überrascht, zuletzt waren einige andere Namen für das Ministerium im Gespräch. Schramböck hat erst vor wenigen Wochen den Chefsessel der A1 Telekom Austria geräumt, angeblich weil sie sich mit den derzeitgien Eigentümern nicht einig über eine Zukunftsvision für den Telekomkonzern werden konnte. Die Tirolerin, die vor ihrer Tätigkeit als CEO auch bei anderen großen Telekomfirmen Führungspositionen innehatte, wird in den nächsten Jahren dafür verantwortlich sein, die Digitalisierung zu gestalten.

Ein Wörtchen mitreden wird dabei wohl auch ihr Kollege Norbert Hofer von der FPÖ, der als Infrastrukturminister ebenfalls da und dort an dem Thema anstreifen wird. Neben guten Kontakten zu den großen Telekomfirmen werden Schramböck auch exzellente Beziehungen zur niederösterreichischen ÖVP nachgesagt, vor allem zu deren Chefin Johanna Mikl-Leitner. Themen wie Datenschutz, Netzneutralität und staatliche Überwachung im Netz kennt Schramböck bisher hauptsächlich aus Perspektive der Telekommunikationsindustrie. Wie sie sich als Ministerin in diesen Fragen positionieren wird und welche Digitalkompetenzen sie überhaupt genau bekommt, wird sich in den kommenden Tagen herausstellen.

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