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17.06.2018

Das sind die besten Alternativen zu Tinder

Genug geswiped. Wer Dating-Apps nutzen möchte, muss schon lange nicht mehr auf Tinder setzen.

Alle kennen es, keiner nutzt es. Angeblich. Die Dating-App Tinder hat sich in den letzten Jahren zur wohl bekanntesten Plattform in Sachen Kontakt-Vermittlung gehandelt. Das Swipen nach links und rechts, um vorgeschlagene Personen positiv bzw. negativ zu bewerten, gehört zu den bekanntesten Merkmalen der App.

Es gibt aber auch viele Gründe, Tinder nicht nutzen zu wollen. Zwar ist es seit kurzem möglich, den Facebook-Zwang durch eine Registrierung per Telefonnummer zu umgehen, die Datenverarbeitung der Plattform bleibt aber weiterhin kritisch. So lässt es Tinder unter anderem über die hauseigene API zu, Daten aktiv zu durchforsten und Stalking-Anwendungen zu ermöglichen. Des Weiteren stehen die je nach Alter unterschiedlichen Preise bei Tinder in der Kritik.

10 slides, created on 15/Jun/2018 - 09:14:50

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Lovoo

Bereits 2011 erschienen, ist die in Deutschland entwickelte App knapp ein Jahr älter als Tinder. Einmal in der App registriert, darf man erstmal sein Profil gestalten. Mehr als grobe Angaben zur Person sowie das ein oder andere Profilbild sind hier aber nicht notwendig. Mit laut eigenen Angaben 420 Millionen Nutzern sollte eine gute Nutzerverteilung eigentlich garantiert sein. Mit dem Live-Radar können andere Nutzer gefiltert nach Geschlecht in der Umgebung gesehen und bewertet bzw. angeschrieben werden.

Grundsätzlich setzt man aber auch bei Lovoo auf das Swipe-Prinzip. Die App selbst ist kostenlos, lässt sich aber durch einige Premium-Features erweitern. Unter anderem kann per Bezahlung die Chat-Begrenzung aufgehoben und das Matching unendlich fortgeführt werden.

Lovoo ist kostenlos für iOS und Android erhältlich.

OkCupid

Ähnlich und trotzdem ganz anders funktioniert die Partnersuche bei OkCupid. Die kostenlose Anwendung legt den Fokus etwas mehr auf die inneren Werte als auf eine rein physische Präsentation. Nach der Registrierung fragt die App nach Vorlieben und Prioritäten in den Bereichen Hobbys, Freizeit, Sexualität, Ernährung, Sport und einigen anderen Themengebieten. Auf Basis eines Algorithmus wird dann das Matching zu anderen Nutzern der Plattform berechnet.

Die Übereinstimmungen werden dabei in Prozent dargestellt. Möchte man ein nicht ganz perfektes Profil genauer betrachten, kann unter anderem die Antworten des Gegenübers abgerufen werden. Mittels Mutiple-Choice-Verfahren können auch selbst erstellte Fragen verschickt werden, um spezifische Szenarien abfragen zu können und einen zusätzlichen Eindruck einzuholen.

OkCupid ist kostenlos für iOS und Android erhältlich.

Once

Etwas geduldiger muss man bei der Dating-Plattform Once sein. Die App setzt auf ein deutlich entschleunigtes Verfahren im Vergleich zu Tinder und Konsorten. Nachdem man ein übersichtliches Profil mit einigen persönlichen Angaben, einem kurzen Text und Profilfoto erstellt hat, legt der Matching-Algorithmus los. Once schlägt dabei nur eine einzige Person vor, die sofort angeschrieben oder abgelehnt werden kann.

Besonders ist dabei, dass die Aufmerksamkeit vorläufig nur dem einen Gegenüber gilt. Wer nämlich einen neuen Vorschlag möchte, muss bis zu einem Tag warten. Mit der Premium-Version erhält man dann immerhin vier Vorschläge pro Tag. Das auch zurecht immer wieder kritisierte Fließband-Matching wird hier aber komplett ausgeschlossen.

Once ist kostenlos für iOS und Android erhältlich.

Stock-Fotografie-ID:496204708 Hipster - Person, Liebe, Verlobung, Verhältnis, Menschen, Flirten, Decke, Valentinstag, Dating, Mo… © Bild: Getty Images/Pekic/iStockphoto

Badoo

Neben Tinder und Lovoo ist eine der bekanntesten Apps Badoo. Die Anwendung verzichtet auf Facebook-Zwang, mehr als Name, E-Mail und Geburtsdatum ist nicht notwendig. Mit über 340 Millionen Nutzern gehört die Plattform auch mit zu den größten unter den Dating-Apps. Neben dem klassischen Matching-Verfahren gibt es unter anderem eine Umkreissuche und eine Übersicht, zu den eigenen Profil-Besuchern. Das bekannte Swipen nach Links und Rechts ist also nicht zwingend erforderliche, um Kontakte zu finden.

Laut Badoo sollen dank ihrer Verifizierungsmethoden Fake-Profile relativ geringgehalten werden. Möchte man sich etwas mehr präsentieren bzw. in den Fokus rücken, kann mittels Premium-Abo die Reichweite gesteigert werden

Badoo ist kostenlos für iOS und Android erhältlich.

Willow

Wer den Fokus weniger auf Aussehen und Präsentation legen möchte, wird womöglich bei Willow glücklich. Die kostenlose App setzt grundsätzlich auf ein Frage-Antwort System und wurde nicht alleine mit dem Hintergedanken einer Dating-App entwickelt. Das eigene Profil ist schnell erstellt und erfordert keine sonderlich persönlichen Angaben. Auch ein Foto ist nicht notwendig. Mithilfe unterschiedlicher Tags können Personen, die sich für dieselben Themen interessieren verbinden.

Findet man eine potenzielle Übereinstimmung, können dem Gegenüber drei individuelle Fragen gestellt werden, die nach Beantwortung zur Freischaltung des Profils führen. Stellt sich heraus, dass es nicht ganz für ein Date reicht, kann Willow auch als eine Art Interessengemeinschaft genutzt werden, über die man sich weiterhin über gemeinsame Themen austauscht.

Willow ist kostenlos für iOS und Android erhältlich.

Fazit

Wer Abseits von Tinder nach Dates und passenden Partner suchen möchte, findet heutzutage jede Menge Alternativen. Ob einfache Tinder-Ablehnung oder die Suche nach einem alternativen Matching-Konzept, Dating-Apps finden sich zu genüge. Wer auf großartige Zusatzfeatures verzichten kann und nicht zwanghaft seine Präsenz pushen muss, kommt dabei in sämtlichen Apps auch kostenlos gut voran.