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06/17/2019

Instagram macht es einfacher, gehackte Accounts wiederzubekommen

Die Foto-Plattform will mit den neuen Funktionen verhindern, dass Konten und Nutzernamen einfach gestohlen werden können.

Der Handel mit gestohlenen Instagram-Accounts ist ein lukratives Geschäft. Online werden Accounts mit hoher Reichweite oder beliebten Nutzernamen für tausende US-Dollar gehandelt. Manche Hacker erpressen aber auch einfach die ursprünglichen Besitzer und fordern Lösegeld für die Rückgabe. Die Foto-Plattform will den Hackern nun die Arbeit deutlich erschweren. Instagram kündigte am Montag eine neue Funktion an, mit der Opfer derartiger Hacks relativ einfach ihren gestohlenen Account zurückholen können.

Dazu muss man lediglich beim Log-in den Punkt „Weitere Hilfe erforderlich“ („Need more Help“) auswählen. Üblicherweise kann man hier das Passwort zurücksetzen lassen, indem man die hinterlegte E-Mail-Adresse oder Telefonnummer eingibt. Doch da diese meist von den Hackern verändert werden, war das bislang für viele Opfer derartiger Hacks keine Hilfe. Instagram bietet aber nun auch die Option an, einen sechsstelligen Code an die bei der Registrierung angegebene Telefonnummer oder E-Mail-Adresse schicken zu lassen. So kann man das Passwort auch nachträglich ändern, auch wenn die Hacker diese Daten bereits geändert haben.

Nutzernamen bleiben 14 Tage lang gesperrt

Eine weitere Maßnahme soll es Angreifern erschweren, populäre Nutzernamen zu kapern. Begehrte Nutzernamen werden auf einschlägigen Foren für relativ hohe Summen gehandelt. Der Hacker übernimmt dazu üblicherweise das Konto mit dem gewünschten Nutzernamen und ändert diesen, wodurch der Account-Name für den Käufer frei wird. Um dieses Vorgehen zu verhindern, bleiben Nutzernamen künftig nach einer Änderung 14 Tage lang gesperrt. Der Nutzer hat in diesem Zeitraum die Möglichkeit, zu seinem alten Nutzernamen zurückzukehren.

Die Funktion war bereits seit einer Weile für Android-Nutzer verfügbar und wurde erstmals im März von der bekannten App-Designerin Jane Manchun Wong entdeckt. Künftig soll die Funktion auch für iOS-Nutzer verfügbar sein.