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25.11.2018

Mit diesen Apps kommst du leichter durch die Erkältungszeit

Die kalte Jahreszeit ist wieder da. Mit einher gehen Erkältungs- und Grippewellen. Manche App kann hier etwas Abhilfe schaffen.

Die ersten Schneeflocken haben diese Woche auch das Flachland im Osten Österreichs erreicht. Das nasskalte Wetter geht dabei Hand in Hand mit ersten Erkältungswellen. Ob in der U-Bahn oder der Arbeit, links und rechts lauern Husten und Schnupfen und andere Attacken auf das Immunsystem. Angemessene Kleidung und etwas Vorsicht gehören hier zu den Grundvoraussetzungen, um gesund durch den Tag zu kommen. Ganz verhindern lässt sich eine Infektion aber trotzdem oft nicht. Wenn eine lähmende Erkältung dann da ist, gibt es nur ein Frage: Wie werde ich sie so schnell wie möglich wieder los?

Wer Hausmittelchen wie beispielsweise Topfenwickel, warme Umschläge oder Zwiebelsirup nicht kennt, kann sich auch Unterstützung vom Smartphone holen. Einige Apps versprechen hier mit hilfreichen Tipps die Gesundheit zügig wiederherzustellen und beraten auch bei der Vorbeugung.

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Erkältungstipps

Die mittlerweile fast sechs Jahre alte App ist eine der ersten Anlaufstellen in Sachen Erkältung. Über die Jahre immer wieder mit kleinen Anpassungen und Updates versorgt, liefert die Anwendung jede Menge hilfreiche Ratschläge. Erkältungstipps kümmert sich aber nicht nur um die schüchterne Schnupfnase, sondern auch um Grippe, Fieber oder Bronchitis.

In der App wird dabei übersichtlich in verschiedene Themengebiete gesplittet. So finden sich etwas „Allgemeine Tipps“, „Gliederschmerzen“ oder „Husten“ als Kategorien wieder. Jedes Thema ist dann in mehrere Tipps unterteilt, die äußerst ausführliche Erklärungen und Ratschläge liefern.

Unter Husten finden beispielsweise Infos zu trockenem Husten oder Husten mit Auswurf ihren Platz. Dabei wird der Verlauf beschrieben und welche Mittel dagegen helfen können. Während die App auch Medikamente erwähnt, finden sich aber vor allem viele Hausmittel. So erklärt Erkältungstipps etwa, wie man Zwiebelsirup selber herstellt oder einen Brustwickel aus Senfmehl anwendet. Um gar nicht erst in die Situation zu kommen, gibt es aber auch jede Menge Tipps zur Stärkung des Immunsystems. Neben allgemeinen Empfehlungen wie etwa gesunde Ernährung und ausreichender Schlaf wird etwa auch die Einnahme von Zink und Sanddorn empfohlen.

Erkältungstipps ist kostenlos für iOS und Android erhältlich.

Sickweather

Schon länger auf dem Markt, aber nicht unbedingt einem breiten Publikum bekannt ist die App Sickweather. Die in den USA entwickelt App hat sich auf das Crowdsourcing von Krankheiten spezialisiert. Die Anwendung darf man sich dabei ähnlich wie die beliebte Navigations-App Waze vorstellen. Bekommt ein Nutzer eine der in Sickweather verzeichneten Krankheiten, also zum Beispiel die Grippe, meldet ebendieser Nutzer das an die App.

Diese vermerkt dann zusammen mit dem Standort die Meldung in der App. Nicht nur können andere Nutzer dann gemeldete Krankheiten in der Umgebung sehen, die App nutzt diese Daten auch für einige Berechnungen. Wählen wir beispielsweise Wien als Gebiet aus, errechnet die App einen Risiko-Score, der dabei helfen soll, das Gefahrenpotenzial für Erkrankungen einzuschätzen. Außerdem listet die App Statistiken zu gemeldeten Fällen.

Also beispielsweise wie viele Menschen Husten oder eine Erkältung gemeldet haben. Wer einen Account bei Sickweather hat, kann in der App unter anderem auch Daten zur eigenen Gesundheit eintragen und vermerken. Diese reichen von Krankheiten und Symptomen bis hin zur eigenen Temperatur. Die Sensibilität dieser Daten sollte man dabei aber im Hinterkopf behalten. Die Macher der App versprechen sich durch das Crowdsourcing vor allem eine Früherkennung. So könnte man in Zukunft eine Grippewelle noch früher erkennen und Empfehlungen zur Grippeimpfung rechtzeitig verteilen.

Sickweather ist kostenlos für iOS und Android erhältlich.

Landapotheke

Eine große Sammlung an Beschwerden, Heilmitteln und Rezepten liefert die App Landapotheke. Mehrere hundert Beschwerden und unzählige Rezepte finden sich hier. Die etwas verspielt gestaltete Applikation kommt mit einem beachtlichen Funktionsumfang daher. Suchen wir nach Rezepten, können wir diese beispielsweise nach Beschwerden oder Zutaten durchsuchen und sortieren. Selbst Naturkosmetik findet sich hier.

Haben wir unsere Symptome gefunden, werden mit anschaulichen Bildern sämtliche Empfehlungen aufgelistet. Suchen wir etwa nach einem Hustensaft bei Bronchitis, listet die App alle benötigten Zutaten und erklärt, wie dieser hergestellt werden kann. Auch die Haltbarkeit und Anwendung ist unter den Angaben zu finden.

Zusätzlich gibt es noch jede Menge Informationen zu den unterschiedlichsten Kräutern, Blüten, Wurzeln und anderen Stoffen aus der Natur. Landapotheke integriert auch immer die aktuellsten Videos des Bayerischen Rundfunk zum Thema „Heilen mit ...“, die direkt in der App abgerufen werden können. Auch ständig aktuelle Artikel zu verschiedensten Themen stellt die Anwendung bereit. Um den vollen Umfang an Rezepten und Inhalten abrufen zu können ist aber ein Abonnement via In-App Kauf notwendig.

Landapotheke ist kostenlos für iOS und Android erhältlich. Das Abonnement kostet bis zu 18,99 Euro im Jahr.

Netdoktor

Die Anwendung Netdoktor wird vom gleichnamigen Portal zur Verfügung gestellt. Der Anbieter gehört zu den größten Online-Gesundheitsportalen in Europa. Ihren Zweck erfüllt die App vor allem dann, wenn es mit der Gesundung einfach nicht voran gehen will. Hält sich der lästige Husten hartnäckig, ist ärztlicher Rat unter Umständen empfehlenswert. Mit laut eigenen Angaben mehr als 18.000 Einträge zu niedergelassenen Ärzten unterschiedlichster Fachgebiete sollte sich dabei schnell der passende Ansprechpartner finden lassen.

Die App ist dabei äußerst übersichtlich. Im Hauptbildschirm werden wir direkt gefragt, was wir suchen, also welchen Arzt und wo sich dieser bestenfalls befinden sollte. Entweder über Stadt und Postleitzahl oder direkt über Ortungsdienste wird die Datenbank dann nach passenden Ärzten durchsucht. Die App listet hier sämtliche zur Suche passende Ergebnisse.

Klicken wir auf einen einzelnen Arzt, liefert die App hier je nach Informationsstand der Datenbank noch jede Menge Zusatzinfos. Neben Telefonnummer, Öffnungszeiten und Krankenkassen unter anderem auch Fremdsprach-Kenntnisse, Zusatzangebote und vorhandene Zertifikate. Aus der App heraus kann der Arzt dann direkt kontaktiert oder auf eine Merkliste gesetzt werden, um den Eintrag für später vorzumerken.

Netdoktor ist kostenlos für iOS und Android erhältlich.

Fazit

Ob Hausmittelchen zur Behandlung oder einfache Vorsorge, zur Erkältungszeit können die richtigen Apps einiges an Hilfe leisten. Gerade einige Hausmittel, die jüngeren Generationen vielleicht gar nicht bekannt sind, lassen sich so einfach herstellen. Dank Crowdsourcing kann theoretisch sogar das Infektionsrisiko bewertet werden, um entsprechende Maßnahmen treffen zu können.