Apps
25.04.2018

Opera bringt Smartphone-Browser für einhändige Bedienung

Opera Touch platziert die Menüelemente so, dass auch mit großen Smartphones einhändig im Web gesurft werden kann.

Opera versucht einmal mehr mit innovativen Ideen zu punkten. Der neue Android-Browser Opera Touch richtet sich speziell an die User mit großen Smartphones oder kurzen Fingern. Der gesamte Browser ist auf die einhändige Bedienung ausgelegt.

Zwar bieten aktuelle Smartphones oft auch einen Einhand-Modus, allerdings wird dabei meist nur die App am Bildschirm verkleinert, damit alle Elemente mit dem Daumen erreicht werden können. Das Browsen im Web macht mit einer so verkleinerten Ansicht aber keinen Spaß – wozu hat man schließlich ein Smartphone mit Riesen-Display, wenn man es nicht nutzt?

Adressleiste

Ein klassisches Problem bei Smartphone-Browsern ist, dass die Adressleiste immer oben ist. Bei Handys mit großen Displays ist es kaum möglich diese einhändig mit dem Daumen, ohne umzugreifen, zu erreichen. Opera Touch löst das, indem gleich die Adressleiste angewählt ist, wenn der Browser geöffnet wird. So kann man sofort beginnen die URL oder den Suchbegriff einzugeben.

Scrollt man auf einer Website, wird unten der „Fast Action Button“ angezeigt. Tippt man diesen an, öffnet sich ein Radialmenü mit den Tabs und den wichtigsten Bedienelementen. Opera Touch enthält eine Funktion, um geöffnete Websites zum Browser am Computer zu übertragen und umgekehrt. Mit der „Funktion“ Flow können auch mehrere Websites zum Computer-Browser übertragen werden. Beide Features können nur genutzt werden, wenn auch am PC Opera als Browser genutzt wird.

Viele Ideen

Opera ist bekannt dafür neuen Ideen zu testen und auszuprobieren. So war der Opera-Browser am PC einer der ersten, bei dem Sessions mit in Tabs geöffneten Websites abgespeichert und Mausgesten genutzt werden konnten. 2016 bot man eingebaute VPN-Dienste an. Mit Neon wurde im Vorjahr ein experimenteller Browser veröffentlicht, der so aussah, als sei er Teil des Desktops.

Ebenfalls 2017 wurde die Funktion NoCoin eingebaut, die verhindern soll, dass infizierte Websites den Computer des Users nutzen, um nach Kryptowährungen zu schürfen. Viel haben die Bemühungen bisher nicht gebracht. Opera hat einen weltweiten Marktanteil (Desktop + Mobile) von 3,65 Prozent.