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24.03.2017

Uber testet Teenager-Transporte mit Tracking für Eltern

In drei US-Städten können Teenager nun selbst Uber-Fahrten buchen. Die Eltern erhalten Echtzeit-Tracking-Daten und zahlen die Rechnung.

Um Eltern von Logistik-Stress rund um Freizeitaktivitäten ihrer Teenager zu befreien, will der Fahrtendienst Uber künftig einen neuen Dienst anbieten. Derzeit wird der Teenager-Transport in drei US-Städten getestet. Jugendliche zwischen 13 und 17 Jahren können dabei selbstständig Uber benutzen. Die Eltern erhalten Mitteilungen über gebuchte Fahrten, die voraussichtliche Ankunftszeit und Echtzeit-Tracking-Daten auf ihr Smartphone. Die Fahrtkosten werden vom Uber-Profil eines Elternteils abgebucht.

Gut bewertete Fahrer

"Wir alle wünschen uns, wir könnten an mehreren Orten gleichzeitig sein. Aber bis dahin kann Uber Familien mit der Logistik helfen", heißt es in einer Presseaussendung zum Start des Teenager-Angebots in Seattle, Phoenix und Columbus. Uber richtet sich damit an berufstätige oder anders vielbeschäftigte Eltern und verspricht, den Nachwuchs sicher an ihre Ziele zu bringen. Für den Teenager-Dienst sollen nur Fahrer herangezogen werden, die durchgehend hohe Bewertungen von Uber-Kunden erhalten haben.

Umfassendes Tracking

Wie Mashable berichtet, erlaubt der Dienst den Eltern, ihre Kinder genau zu verfolgen. Sollte sich das Fahrtziel oder die berechnete Ankunftszeit während der Fahrt ändern, können sich Eltern von der Uber-App sofort benachrichtigen lassen. Ebenso benachrichtigt werden die Eltern, wenn der Jugendliche mehr als 1000 Meter vom geplanten Fahrtziel aussteigt. Auch nach dem Aussteigen erhalten die Eltern 20 Minuten lang die genaue Position des Smartphones ihres Teenagers in Echtzeit angezeigt.

Familienprofile

Um Teenagern die Benutzung von Uber zu ermöglichen, muss zunächst ein Familienprofil angelegt werden. Jeder Nutzer der Uber-App kann damit anderen Familienmitgliedern Fahrten ermöglichen, die dann über eine Zahlungsweise - etwa eine Kreditkarte - verrechnet werden. Unter den Familienprofilen können in den drei Testgebieten eigene Teenager-Profile angelegt werden.

Motive

Laut Uber sind mangelnde Transportoptionen der Hauptgrund dafür, dass Teenager nicht an bestimmten außerschulischen Aktivitäten teilnehmen können. Wie Mashable anmerkt, hat Uber allerdings auch ein Interesse, diverse schlechte Nachrichten mit Neuerungen vergessen zu machen. Firmenchef Travis Kalanick steht aktuell sehr unter Druck. Der Verwaltungsrat hält ihm noch den Rücken frei.