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B2B
09/23/2020

AT&S entwickelt Chips für autonome Bergbaufahrzeuge

Die Technik muss schwierigen Bedingungen standhalten können. Langfristig soll sie auch in PKWs eingesetzt werden.

Der steirische Leiterplattenhersteller AT&S arbeitet an Hochleistungsrechner-Chips, die zukünftig für autonomes Fahren eingesetzt werden sollen. Dabei werden die Entwicklungen zunächst an einem Bergbaufahrzeug getestet. In diesem Bereich werden autonom fahrende Maschinen, etwa riesige LKWs, eingesetzt. Die Fahrzeuge müssen unter schwierigen Umgebungsbedingungen, großen Temperaturschwankungen, Staub oder Feuchtigkeit arbeiten und stellen entsprechende Anforderungen an die eingesetzten Komponenten.

Das Forschungsprojekt CHARM (Challenging Environments Tolerant Smart Systems for IoT and AI) arbeitet daran, dass Elektronik unter diesen Bedingungen weiterhin funktioniert. Hannes Stahr, Group Technology Manager bei AT&S erklärt: „Wir arbeiten an der Entwicklung von leistungsfähigen Rechner-Modulen, die zukünftig in vollautonomen Mining-Fahrzeugen zum Einsatz kommen könnten. Der Beitrag von AT&S ist es, ein robustes und widerstandsfähiges Verbindungskonzept für einen Hochleistungsrechner-Chip zu entwickeln.“

Einsatz in PKWs

In der Konzeptentwicklungsphase wird ein Mess-Chip genutzt, um die Systemstabilität und Zuverlässigkeit überprüfen und validieren zu können. In einer späteren Phase wird dieser Chip durch einen Hochleistungs-Prozessor ersetzt. Dieser wird in ein Substrat – dem Übersetzer zwischen der Mikrowelt der Leiterplatte und den Nanostrukturen des Mikrochips – eingebettet. So werden gleichzeitig Miniaturisierung und eine hohe Datenverarbeitungs-Geschwindigkeit ermöglicht.

Die Entwicklungsarbeit in diesem Projekt fokussiert sich auf den Anwendungsbereich Bergbau, doch die Ergebnisse der Arbeit werden auch für andere Segmente nutzbar sein: „Natürlich können wir die Erkenntnisse aus diesem Projekt auch auf Bereiche des automatisierten Fahrens für PKWs und LKWs übertragen“, so Stahr. Hier gebe es bereits erste Kooperationen mit der Automobil-Zulieferindustrie. 

Das auf drei Jahre angelegte „CHARM“-Projekt wird im Rahmen der ECSEL (Electronic Components and Systems for European Leadership) Initiative umgesetzt. An dem von der EU initiierten Projekt arbeiten 37 Partner aus zehn europäischen Ländern mit einem Gesamtbudget von 29 Millionen Euro. 

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