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B2B
09/18/2019

Automatische Fahrkarten am Smartphone: AIT gewinnt Mobilitätspreis

Mit Autonomous Ticketing könnte der Fahrkartenkauf überflüssig werden. Der Fahrgast muss nur das Smartphone einstecken haben.

Das AIT hat den VCÖ-Mobilitätspreis in der Kategorie Digitalisierung gewonnen. Eingereicht wurde „Autonomous Ticketing der nächsten Generation“. Dahinter steckt die Technologie MODE, die künftig den Fahrkartenverkauf vollautomatisieren könnte.

Das System ist Smartphone-basiert. Die Software MODE erkennt, welche Verkehrsmittel wie lange der User verwendet. Im Gegensatz zu etwa Fitness-Apps und Google Maps, die dafür nur Bewegungssensoren und GPS verwenden, fließen hier zusätzlich GIS-Daten, Fahrpläne und Echtzeit-Informationen über öffentliche Verkehrssysteme mit ein.

Anbieter-übergreifend

Dadurch wird die Fahrtroute, die Umsteigepunkte und die benutzten Verkehrsmittel zuverlässig erhoben. Das Ganze kann Anbieter-übergreifend erfolgen. Würden etwa die Wiener Linien, Linz AG Linien und die ÖBB das System nutzen, könnte man in Wien mit der U-Bahn zum Bahnhof fahren, dort in den Zug steigen und dann in Linz mit dem Bus zum Ziel fahren – ohne, dass eine einzige Fahrkarte manuell gekauft werden müsste oder eine Interaktion mit einer App am Smartphone nötig wäre.

Dies ist nicht nur bequem für den Kunden, sondern könnte auch für die Verkehrsanbieter Vorteile bringen. Solche Be-In/Be-Out-Lösungen erfordern bisher Beacons oder andere Sensoren an Stationen und in Fahrzeugen, was hohe Investitionskosten bedeutet. Mit der Software-Lösung MODE ist diese zusätzliche Hardware nicht nötig. Zudem können die erfassten Daten anonymisiert für Fahrgast- und Verkehrsstromanalysen genutzt werden, um den Service zu verbessern.