B2B
11.03.2017

Bitcoin-Fonds an US-Börse abgelehnt - Kurs bricht ein

Die Digitalwährung Bitcoin ist für einen Fonds an der US-Börse nicht geeignet, kam die Börsenaufsicht zum Schluss. Die Währung sei zu anfällig für Manipulationen.

Rückschlag für die Digitalwährung Bitcoin: Die US-Börsenaufsicht SEC hat dem ersten Indexfonds eine Absage erteilt, der Investitionen in das Kryptogeld für breitere Anlegermassen zugänglich machen sollte. Das Finanzprodukt sei wegen der mangelnden Regulierung des Bitcoin-Handels zu anfällig für Manipulationen und Betrügereien, begründete die Behörde am Freitag.

Kurs stürzt ab

Der Bitcoin-Kurs, den die Hoffnung auf eine Zulassung des Fonds zuvor auf ein Rekordhoch von mehr als 1.300 Dollar (1.225,72 Euro) getrieben hatte, fiel daraufhin bis auf knapp über 1.000 Dollar zurück. Zuletzt stand er leicht erholt bei rund 1.100 Dollar. Die SEC-Entscheidung ist vor allem für die Zwillinge Tyler und Cameron Winklevoss eine herbe Schlappe, die hinter dem geplanten Investmentfonds stehen und seit drei Jahren versuchten, die Aufseher zu überzeugen.

Mit dem „Winklevoss Bitcoin Trust ETF“ wollten sie die Digitalwährung an den Finanzmärkten etablieren. Die Brüder waren zuvor durch einen Rechtsstreit mit Facebook-Gründer Mark Zuckerberg bekanntgeworden, den sie beschuldigten, ihre Idee für ein soziales Netzwerk gestohlen zu haben. Der Streit wurde mit einem Vergleich beigelegt, der ihnen mindestens 60 Millionen Dollar einbrachte.

Weitere Zulassungen beantragt

Tyler Winklevoss kündigte an, sich weiter um eine Zulassung bemühen zu wollen. „Wir haben diese Reise vor fast vier Jahren begonnen“, erklärte er. „Und wir sind entschlossen, sie zu Ende zu bringen.“ Eine Genehmigung würde das Ansehen von Bitcoin deutlich aufwerten.
Die Winkelvoss-Zwillinge sind nicht die Einzigen, die eine Zulassung beantragt haben. Der SEC liegen Anfragen von drei weiteren Gruppen vor.