B2B
19.01.2019

Das iPhone hat ein Riesenproblem und warum Kunden profitieren

Der unaufhaltsam erscheinende Erfolgslauf Apples ist vorerst gestoppt. Ein neuer Bericht beinhaltet düstere Aussichten.

Der konzerninterne Schock über die deutlich verfehlte Umsatzerwartung im Weihnachtsgeschäft ist noch nicht verdaut, prasseln nun weitere negative Nachrichten über den erfolgsverwöhnten Konzern nieder. Ein Indikator, dass das iPhone tatsächlich ein Riesenproblem hat, ist einer der größten Apple-Zulieferer, der Chiphersteller TSMC.

Dieser bereitete seine Aktionäre nun auf den größten Umsatzrückgang in einem Jahrzehnt vor, der aufgrund "eines plötzlichen Verkaufseinbruchs bei Highend-Smartphones" zu verzeichnen sei. Es steht dabei außer Zweifel, dass damit in erster Linie die iPhones gemeint sind.

China wird zum Problem

Besonders alarmierend dürfte die Situation für Apple in China sein, das bislang ein großer Wachstumsmarkt war und  die gesättigten Märkte in Europa und USA überdeckte. Analysten gehen davon aus, dass Apple gerade dort kräftig an der Preisschraube nach unten drehen muss, um konkurrenzfähig zu bleiben.

Und das ist wohl die gute Nachricht für Apple-Konsumenten. Nach enormen Preissteigerungen Jahr für Jahr wird Apple wohl nichts anderes übrig bleiben, als künftig wieder günstigere Modelle anzubieten.

Einen ersten Hinweis darauf liefern China und Japan, wo Händler die Preise für die neuen iPhone-Modelle, insbesondere das iPhone XR, um bis zu 100 Euro senkten. Analysten erwarten nun, dass Apple auch im Rest der Welt zumindest beim iPhone XR mit Nachlässen versuchen wird, zu retten, was noch zu retten ist.

Kunden profitieren

Möglich ist auch, dass der Preisverfall über Umwege spürbar wird, indem externe Händler die Geräte deutlich günstiger als um den offiziellen Verkaufspreis hergeben. Bislang blieb Apple, anders als viele andere Hersteller, von solchen schnellen Preissenkungen kurz nach Marktstart verschont.

Wer sich also überlegt, ein neues iPhone zu kaufen, sollte sich folglich überlegen, noch ein paar Wochen oder Monate zuzuwarten. Angesichts der schlechten Prognosezahlen ist es folglich mehr als wahrscheinlich, dass die Geräte schon bald günstiger zu haben sein werden.