B2B
12/29/2018

Dell ist nach fünf Jahren jetzt zurück an der Börse

Der US-Computerhersteller wurde zuvor als Privatunternehmen geführt und häufte dabei einen Schuldenberg an.

Der hoch verschuldete US-Computerhersteller Dell ist am Freitag an die New Yorker Börse zurückgekehrt. Der Kurs der Dell-Aktien (C-Aktien) startete mit 46 Dollar in den Handel, womit das Unternehmen auf eine Marktbewertung von rund 16 Milliarden Dollar kam. Später notierte das Dividendenpapier bei 45,09 Dollar.

Die Anteilseigner hatten Anfang Dezember einen Aktienrückkauf abgesegnet, der den Weg an die Wall Street ebnete. Der Konzern kaufte die sogenannten Geschäftsbereichsaktien (tracking stocks) für bis zu 23,9 Milliarden Dollar in bar und in Aktien zurück, die er vor zwei Jahren zur Finanzierung der Übernahme des Speichersystem-Anbieters EMC ausgegeben hatte.

Tracking Stocks bilden nur die Entwicklung einer Sparte und nicht des gesamten Konzerns ab. Bei Dell beziehen sie sich auf die Beteiligung am Cloud-Anbieter VMware. VMware-Aktien legten am Freitag knapp zwei Prozent auf 157,0 Dollar zu.

Der 53-Jährige Chef Michael Dell hatte den einst weltgrößten PC-Hersteller 2013 zusammen mit Finanzinvestoren für rund 25 Milliarden Dollar gekauft und von der Börse genommen. Dadurch - und durch die 67 Milliarden Dollar schwere Übernahme des Speicherspezialisten EMC - entstand aber ein drückender Schuldenberg. Der Gang zurück auf die Börse soll helfen, die Schulden zu reduzieren.