B2B
09/19/2012

Drei-Orange: Wettbewerbshüter bezweifelt Fusion

EU-Wettbewerbshüter Joaquin Almunia hat am Mittwoch das Zustandekommen der Firmenfusion von „3“ (Hutchison 3G) und Orange in Österreich angezweifelt. Er stellt in Frage, ob es Hutchison 3G gelingen werde, der EU-Kommission passende Zugeständnisse zu machen, um die regulatorischen Bedenken zu zerstreuen.

„Das ist ein 1,3 Milliarden Euro-Geschäft, das, wenn es durchgeht, die Zahl der derzeit vier Wettbewerber auf dem nationalen Mobilfunkmarkt auf drei reduzieren würde", sagte Almunia am Mittwoch auf einer Konferenz in Washington.

„Wir sehen uns diesen vorgeschlagenen Zusammenschluss sehr genau an, und wir haben kürzlich Bedenken dazu geäußert", so Almunia. Zum jetzigen Zeitpunkt stelle sich die Frage, ob effektive Zugeständnisse gefunden werden können.

Nach Angaben der EU-Kommission haben die Brüsseler Wettbewerbshüter bis zum 30. November Zeit, die Firmenfusion auf Vereinbarkeit mit dem EU-Recht zu untersuchen. Die EU-Kommission hat bereits früher wettbewerbsrechtliche Bedenken gegen die geplante Übernahme geäußert. Sie befürchtet, dass der Zusammenschluss zu höheren Preisen für die Endkunden führen wird.

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