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B2B
01/04/2012

Drei und T-Mobile kooperieren bei Netzen

Die Mobilfunkbetreiber Drei und T-Mobile haben am Mittwoch eine Kooperation zur gegenseitigen Nutzung bestehender Netzinfrastruktur bekannt gegeben. Diese sieht vor, dass T-Mobile im ländlichen Raum auf das 3G-Netz von Drei zugreift und Drei-Kunden im Gegenzug vom GSM/GPRS/EDGE -Netz von T-Mobile profitieren. Als Starttermin für die Netzkooperation wird Mitte 2012 angegeben.

Drei und T-Mobile gehen eine Netzpartnerschaft ein. Das gaben beide Mobilfunkbetreiber am Mittwoch offiziell bekannt. Laut der Vereinbarung darf Drei künftig das 2G-Mobilfunknetz von T-Mobile nutzen und im Gegenzug darf T-Mobile das 3G-Netz von Drei im ländischen Raum nutzen.

Mit der technischen Umsetzung des Projektes soll umgehend gestartet werden, teilten die Unternehmen mit. Kunden beider Unternehmen können sich damit voraussichtlich ab Mitte 2012 über eine breitere Netzabdeckung und bessere Versorgung im 2G- bzw. 3G-Bereich freuen.

"Win-Win-Situation"
„Die gegenseitige Nutzung bestehender Mobilfunknetze ist für beide Partner eine Win-Win-Situation“, so Robert Chvátal, CEO von T-Mobile Austria. „Gewinner sind letztlich alle österreichischen Mobilfunkkunden, die von Qualitätssteigerungen und Synergieeffekten unmittelbar profitieren.“ Als Starttermin für die Netzkooperation nennen die beiden Netzbetreiber Mitte 2012.

Beide Betreiber betonen zudem, dass der individuelle Ausbau von der vierten Mobilfunkgeneration LTE weiter vorangetrieben werde und von dem National Roaming-Abkommen nicht beeinflusst werde.

Drei setzt bereits seit dem Markteintritt 2003 auf eine Kooperation mit A1 Telekom Austria (vormals mobilkom austria), im Rahmen derer auf kommerzieller Basis das bestehende A1 GSM/GPRS-Netz von Drei mitgenutzt wird. Die Kooperation mit A1 wird seitens Drei noch parallel weitergeführt - allerdings nach neuesten Informationen nur bis Anfang 2013.

Die Netzpartnerschaft von Drei und T-Mobile hat zudem keine unmittelbaren Auswirkungen auf den geplanten Verkauf von Orange an Drei, bei dem Drei 1,4 Milliarden Euro für Orange bietet.

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