B2B
29.11.2018

Facebook hatte Plan, Firmen für Zugriff auf Nutzerdaten zahlen zu lassen

Aus internen Dokumenten geht hervor, dass Facebook einst daran dachte, Firmen für den Zugriff auf Nutzerdaten zur Kasse zu bitten.

Das Wall Street Journal hat durch eine Dokumenteneinreichung in einem Gerichtsverfahren Zugriff auf interne Facebook-E-Mails aus den Jahren 2012 bis 2014 erhalten. Aus den Dokumenten geht hervor, dass Facebook auf seiner Suche nach einem Geschäftsmodell auch daran dachte, den Zugriff auf die Daten seiner Nutzer an Firmen zu verkaufen, wie engadget berichtet. Das passierte zu einer Zeit, als das Unternehmen nach seinem Börsengang Schwierigkeiten hatte, seine Einnahmen zu steigern.

Eine Idee sah vor, Firmen, die nicht mindestens 250.000 US-Dollar für Werbung bei Facebook ausgaben, zur Kassa zu bitten. Der Vorschlag hat sich allerdings nicht durchgesetzt. Facebook hat sich dagegen entschieden, die Firmen direkt für den Zugriff auf Nutzerdaten bezahlen zu lassen. Die E-Mails, auf die sich der Bericht des Wall Street Journal bezieht, könnten schon bald öffentlich gemacht werden. Die Dokumente wurden vom britischen Parlament von einem Entwickler mit Zugriff eingefordert, als dieser sich im Land aufhielt. Sie sollen in den kommenden Tagen in redigierter Form veröffentlicht werden.