B2B
02.09.2018

Google soll Mastercard-Daten an Werbeindustrie weitergeben

Laut einem Medienbericht hat Google Daten von Mastercard gekauft, um das Kaufverhalten von Usern auch offline zu tracken.

Neben diversen Daten zum Onlineverhalten stellt Google seinen Werbepartnern auch Informationen rund um das Bezahlen mit Mastercard-Kreditkarten zur Verfügung, wie Bloomberg mit Berufung auf interne Quellen berichtet. Google kaute demnach Transaktionsdaten von Mastercard und korreliert diese mit dem Klickverhalten der User auf Onlinewerbung. Die Vereinbarung wurde geheim getroffen, heißt es in dem Bericht: Die meisten der rund zwei Milliarden Mastercard-Kunden wüssten nichts von diesem Tracking. Der Fall dürfte nun erneut Datenschutzbedenken zu der Frage nähren, wie viele Konsumentendaten Unternehmen wie Google heimlich absorbieren.

Google und Mastercard haben in Bezug auf die Partnerschaft kein Statement abgegeben. Man verweist bei Google gegenüber Bloomberg jedoch darauf, dass man selbst keinen Zugriff auf die Kreditkartendaten der Kunden habe und auch keine Informationen mit den Werbepartnern teile. Mit der „Web and App Activity“-Onlinekonsole könne man außerdem das Werbetracking via Google deaktivieren. Von Mastercard heißt es generell, dass man Daten zu allgemeinen Trends mit Händlern und Dienstleistern teile. Persönliche Daten oder Daten über einzelne Transaktionen würden aber nicht geteilt.

Im vergangenen Jahr hatte Google jedoch für Werbetreibende einen Dienst namens „Store Sales Management“ vorgestellt. Hier hieß es, dass man Zugriff auf „rund 70 Prozent“ der US-amerikanischen Kredit- und Debitkarten habe. Mit dem Angebot würden nur jene User adressiert, die sich nicht für das Opt-out zu Ad Tracking entschieden haben, bestätigt Google. Den Insidern zufolge war Google auch mit anderen Payment-Anbetern im Gespräch.