Google will Web fit für Smartphones machen
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Google will Web fit für Smartphones machen

Google will Web fit für Smartphones machen

"Ihre Webseite erreicht am GoMo-Meter zwei von vier Punkten": Mit einer Bewertung wie dieser werden ab sofort jene Webseiten-Betreiber konfrontiert, die den neuen "Go Mobile"-Test von Google über ihr Webprodukt laufen lassen. Die Initiative des Suchkonzerns startete am Dienstag wie Google-Manager Rikard Steiber (Global Marketing Director Social & Mobile) im Rahmen der Konferenz SIME in Stockholm ankündigte.

Die Webseite soll Unternehmen prüfen lassen, ob sie fit für das mobile Web sind. "In zwei Jahren werden mehr Menschen mit ihren Smartphones auf das Web zugreifen als am Desktop", so Steiber. Nicht zuletzt deswegen hätte Ex-Google-Chef Eric Schmidt das Motto "Mobile First" im Vorjahr ausgerufen. Schon in diesem Jahr würden 59 Prozent ihr Handy für Weihnachtseinkäufe nutzen.

RatgeberDer GoMo-Test läuft denkbar einfach ab: Nach Eingabe einer URL auf der Webseite wird diese auf ihre Smartphone-Tauglichkeit analysiert. Nach Abschluss des Tests bekommt man kostenlose Tipps, wie man die Webseite hinsichtlich Handy-Displays verbessern könnte, dazu wird auch ein PDF mit der Analyse generiert. Zu den Tipps gehören etwa:

- Links und Buttons sollten Daumen-freundlich sein- Texe solltent ohne Zoomen lesbar sein- Das Suchfeld sollte immer gut sichtbar sein- Wenn möglich, sollte eine Personalisierung auf Basis von GPS-Daten unterstützt werden- Die Seite sollte schneller als fünf Sekunden laden

Google hält auf der Webseite noch viele weitere Tipps für den richtigen mobilen Auftritt parat. Außerdem bietet der Internetkonzern auch gleich eine Liste mit Partner an, die bei der Umsetzung der mobilen Webseite behilflich sein könnten. Diese können nach Preisvorstellung und Zeitrahmen der Umsetzung gefiltert werden.

Im eigenen InteresseTrotz enormer Popularität von nativen Apps rät Steiber zu einer mobilen Webseite. “Man muss im mobilen Web sein, um schnell zu finden zu sein. Wenn ein Kunde eine Marke, eine Webseite etc. gefällt, erst dann wird er sich auch die App dafür laden”, so der Google-Manager. “Man braucht also beides.”

Google selbst verspricht sich von der Aktion natürlich auch etwas: Denn Interessierten wird auch dazu geraten, sich einerseits bei "Google Places" einzutragen und andererseits die mobile Webseite mit den "Google Mobile Ads" zu bewerben.

Rikard Steiber, Global Marketing Director Social & Mobile

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Jakob Steinschaden

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