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IPO
11/05/2011

Groupon: Erster Handelstag ein Erfolg

Der Aktienwert des Schnäppchen-Portals stieg nach dem ersten Tag um 31 Prozent und schloss mit 26 Dollar. Die Firma ist nun fast 17 Milliarden wert. Trotz des gelungenen Starts sehen Börsenexperten das Papier kritisch.

Allen Zweifeln zum Trotz hat das Schnäppchen-Portal Groupon einen triumphalen Börsenstart hingelegt. Zum Handelsstart in New York sprang der Aktienkurs am Freitag zeitweise um die Hälfte auf 30 Dollar hoch. Am Ende des Handelstages schloss die Aktie an der Nasdaq mit 26,11 US-Dollar, was einer Steigerung gegenüber dem Ausgabepreis von 31 Prozent entspricht. Das Unternehmen hat nach dem ersten Tag somit einen Börsewert von rund 16,7 Milliarden Dollar und ist somit wertvoller als Adobe und auf einem Level mit Yahoo. Vergangenen Dezember bot Google für Groupon im Zuge von Übernahmeverhandlungen 6 Milliarden US-Dollar.

Im Vergleich zum Börsegang von LinkedIn ist der Anstieg der Groupon-Aktie jedoch mager. Das Online-Netzwerk schafft bei der Premiere im Mai einen Sprung von 109 Prozent und schluss damals mit 94 US-Dollar.

Turbulenzen gehen weiter
Der Rabattcoupon-Dienst wurde noch vor einem halben Jahr als künftiger Börsenstar mit einer Bewertung von 20 oder sogar 30 Mrd. Dollar gehandelt. Doch die Abkühlung der Märkte, Fehler des Unternehmens und Zweifel am Geschäftsmodell sorgten dafür, dass sich der Börsengang immer weiter verzögerte und zeitweise sogar als gefährdet galt. Groupon platziert am Markt deshalb nur etwa fünf Prozent seiner Aktien, was dem Preis am Ende half.

Auch die Zukunft könnte es turbulent weitergehen. Das Portal macht Verluste, ein funktionierendes Geschäftsmodell ist nicht gefunden. Börsenexperten rechnen zudem, dass die Aktie sehr volatil sein wird und somit für hohe Gewinne wie aber auch für hohe Verluste sorgen kann.

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