HTC One S

© Thomas Prenner

Bericht
06/07/2012

HTC kein Startpartner für Windows 8

Die schlechten Nachrichten für den Smartphone-Entwickler HTC reißen nicht ab. Bereits zum zweiten Mal innerhalb drei Quartale musste der taiwanesische seine Umsatzerwartungen senken. Neben dem schwächelnden Europa-Geschäft soll nun auch Microsoft dem Unternehmen die kalte Schulter zeigen.

Microsoft traue HTC nicht zu, genügend Geräte zu verkaufen und das notwendige Know-how für Spitzen-Tablets zu haben und habe das Unternehmen deshalb vom Kreis der Startpartner für das neue Betriebssystem Windows 8 ausgeschlossen, berichtet die Finanznachrichtenagentur Bloomberg.

Minus 13 Prozent
Am Mittwoch hatte HTC mitgeteilt, dass die Erlöse im zweiten Geschäftsquartal lediglich bei 91 Milliarden Taiwan-Dollar (2,4 Mrd Euro) liegen dürften. Dies wären 13 Prozent weniger, als Ende April noch prognostiziert. Auch die Erwartungen für die operative Marge kürzte HTC von elf auf neun Prozent. Hauptgrund für den düsteren Ausblick sei ein enttäuschend verlaufenes Geschäft in Europa, sagte HTC-Finanzchef Chang Chialin. Ein Patentstreit mit dem iPhone-Hersteller Apple führte zudem zu

in den USA.

Für HTC ist es bereits die zweite Prognosesenkung innerhalb von drei Quartalen. Das Unternehmen hat zunehmend Probleme, mit der Konkurrenz Schritt zuhalten. Sobald Apple das iPhone 5 auf den Markt bringt, dürfte sich der Druck noch erhöhen, schätzt Roxy Wong, Analyst der Mirae Asset Securities. Andere Hersteller wie Samsung würden dann die Preise senken. HTC könne entweder mitmachen und weiter an Profitabilität einbüßen oder die Preise stabil halten und dann aber Umsatz verlieren.

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