B2B
29.11.2013

Internet-Anbieter befürchten „Provider-Sterben“

Österreichische Internet-Anbieter stellen sich gegen eine von der EU-Kommission verlangte Erhöhung der Entgelte für die Benutzung der Breitbandnetze der Telekom Austria.

Ähnlich wie Telekom-Regulator Georg Serentschy halten es auch der Branchenverband der heimischen Internetserviceprovider (ISPA) und der Verband Alternativer Telekom-Netzbetreiber (VAT) für keine gute Idee, dass die EU-Kommission die Festnetz-Entgelte erhöhen will. Die alternativen Internet-Anbieter müssen der Telekom Austria derzeit 5,87 Euro für die Benützung ihrer Breitbandnetze bezahlen. Die EU-Kommission hält diesen Betrag für zu niedrig und empfiehlt für den entbündelten (Kupfer-) Teilnehmeranschluss unter Verweis auf den EU-Durchschnitt Entgelte von acht bis zehn Euro pro Monat.

ISPA-Generalsekretär Maximilian Schubert befürchtet ein „Provider-Sterben“, wie es in einer Aussendung vom Freitag heißt. In Österreich gibt es derzeit rund 400 Internetserviceprovider. Ein höheres Entgelt würde die Gewinnspannen reduzieren und für viele kleine und mittlere Internetanbieter das Aus bedeuten. „Das leistet der Re-Monopolisierung Vorschub“, kritisiert Schubert. Auch Telekom-Regulator Serentschy hatte sich gegen eine Erhöhung der Entgelte ausgesprochen.