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Hedgefonds-Manager
05/26/2011

Microsoft-Chef zum Rücktritt aufgefordert

Der einflussreiche Hedgefonds-Manager David Einhorn hat Steve Ballmer nahegelegt, seinen Chefposten bei Microsoft aufzugeben. Der Nachfolger von Bill Gates und dessen Unternehmenspolitik seien hauptverantwortlich für den stagnierenden Aktienkurs, kritisierte Einhorn. Zuletzt war Microsoft erstmals seit 1996 von IBM beim Börsenwert übertroffen worden.

Auf einer Investment-Konferenz meinte Einhorn, für Ballmer sei nun die Zeit gekommen, um auf die Seite zu treten und jemandem anderen eine Chance zu geben. „Seine fortweilende Anwesenheit ist die größte Bremse für den Aktienkurs“, so Einhorn, dessen Unternehmen Greenlight Capital Einlagen in der Höhe von 7,8 Millarden Dollar verwaltet.

Kritik und Lob
Ballmer stecke in der Vergangenheit fest und habe zudem Milliarden an Forschungs- und Entwicklungsausgaben verschwendet. Denn viele Produkte würden erst zu spät oder gar nicht das Licht der Welt erblicken. Auf der anderen Seite unterstrich Einhorn, dass er den Marktwert von Microsoft ungeachtet der Schwäche Ballmers für unterbewertet hält und das Unternehmen für einige seiner jüngsten Erfolge im Börsenkurs nicht belohnt wurde.

Einhorn hinterließ 2008 in der Finanzwelt Eindruck, als er Monate vor dem Lehman-Crash vor deren Probleme warnte und die unkontrollierte Kreditvergabe-Politik auf dem Häusermarkt in Frage stellte. Greenlight hält etwa neun Millionen Anteile an Microsoft, das entspricht etwa 0,11 Prozent der ausgegebenen Papiere.

Ballmer folgte im Jahr 2000 auf Bill Gates an der Spitze des Software-Unternehmens. Zuletzt sorgte Microsoft bei vielen Investoren für Verwunderung, weil es den Internet-Telefonanbieter Skype für 8,5 Milliarden Dollar übernimmt.

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