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Infrastruktur
01/20/2012

Microsoft setzt auf die private Cloud

Die Redmonder bringen den Release Candidate des System Center 2012 heraus. Mit dem Tool können Unternehmen sowohl Dienstleistungen und Programme verwalten, die aus der öffentlichen Cloud bezogen werden, als auch solche, die aus dem firmeninternen Datencenter kommen.

von Thomas Prenner

Das neue System Center soll alle Server-Dienstleistungen von Microsoft unter einem Dach vereinen. Die Software dient Unternehmen dazu, verschiedene Endgeräte der Mitarbeiter zu verwalten und mit Applikationen und Daten zu versorgen. Neu ist der Umstand, dass sowohl Public-, als auch Private-Cloud-Systeme gleichermaßen verwaltet werden können.

Unter Public Cloud versteht Microsoft die Infrastruktur aus allen Rechenzentren, die der Konzern weltweit betreibt. Auf dieser Grundlage läuft etwa das Büropaket Office 365, darunter die Office Web Apps oder Exchange Online, was kleinen Unternehmen den Aufwand ersparen soll, einen eigenen Mailserver zu betreiben. All diese Möglichkeiten will Microsoft nun auch in eine geschlossene Infrastruktur wie firmeninterne Datencenter bringen, über die das jeweilige Unternehmen die volle Kontrolle hat. Der Konzern bezeichnet dies als Private Cloud. Im Rahmen der Präsentation am Dienstagabend nannte Microsoft etwa Lufthansa und Unilever, die bereits auf eine Private-Cloud-Lösung setzen.

Effizienz
Microsoft will mit der neuen Software auch den Aufwand, das eigene Rechenzentrum zu betreiben, verringern. Laut dem Unternehmen könne ein Mitarbeiter einer IT-Abteilung im Durchschnitt maximal 19 physische Server betreuen. Bei der neuen privaten Cloud steige diese Zahl auf bis zu 100 Computer. In Microsofts Datenzentren seien es sogar bis zu 5.000 Server pro Arbeitskraft.

Dadurch, dass sich beide Infrastrukturen mit dem neuen System Center nun zentral verwalten lassen, glauben die Redmonder, dass immer mehr Unternehmen auf eine Zwischenlösung setzen werden, die sogenannte Hybrid-Cloud. Dabei kommen ein Teil der Daten und Dienste aus der öffentlichen und ein Teil aus der geschlossenen, firmeninternen Wolke.

Komplette Auslagerung noch uninteressant
Eine komplette Auslagerung in die öffentliche Wolke sei für viele Unternehmen derzeit nicht interessant, da vorhandere technische Infrastruktur oder bestimmte Datenschutzrichtlinien und -vorgaben das einfach nicht zulassen würden. Ein Beispiel für eine Hybridlösung wäre etwa, wenn fix angestellte Mitarbeiter einer Firma auf das interne Datencenter zugreifen und ein Pool aus freien Mitarbeitern Microsofts Public Cloud nutzt. Durch die neue Lösung sollen private und öffentliche Wolke vollständig zueinander kompatibel sein, was auch einen schnellen Umzug und das rasche Umstellen der Infrastruktur ermöglicht.

Mit der Bereitstellung beider Systeme aus einer Hand soll auch ein einheitliches Nutzererlebnis möglich sein. "Für den Anwender soll es keine Rolle spielen, ob die Applikation aus der privaten oder der öffentlichen Cloud kommt", so Microsoft.

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