B2B
02/14/2019

Mjam bietet bald arbeitslosen Uber-Essenszustellern Jobs an

Der Essens-Lieferdienstes Mjam sucht 300 neue Fahrradkuriere, das Ende von Uber Eats kostet 200 Fahrer ihre Jobs.

Das angekündigte Aus des Online-Essenslieferdienstes Uber Eats in Österreich kommt der Konkurrenz offenbar nicht ungelegen. Denn Mjam, die österreichische Tochter des deutschen Lieferdienstes Delivery Hero, sucht derzeit rund 300 neue Fahrrad-Essenszusteller und will den bald arbeitslosen Zustellern von Uber Eats ein Auffangnetz bieten, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.

"Wir suchen in ganz Österreich rund 300 Fahrradkuriere und bieten den Uber-Eats-Fahrern an, zu uns zu kommen", so Artur Schreiber, operativer Geschäftsführer von Mjam und der kleinen Schwester foodora, am Donnerstag in einer Aussendung. Seit Anfang des Jahres gebe es für alle freien Fahrradkuriere mindestens acht Euro pro Stunde. Zudem hofft das Unternehmen, dass auch Restaurants, die bisher nur bei Uber Eats gelistet waren, zu Mjam oder foodora wechseln werden.

Konsolidierung

Dass sich Uber Eats aus dem österreichischen Markt zurückziehen will, hat Schreiber überrascht. "Der Schritt dieses internationalen Konzerns zeigt, dass diese Branche nicht einfach ist. Der Markt ist hart umkämpft und bestätigt mich in unseren Anstrengungen, dass wir es erstaunlich gut machen." Mjam ist in Graz, Linz und Salzburg mit dem Zustellservice RadlExpress und in Wien mit der Marke foodora vertreten. Uber Eats wird nach dem 7. März nicht mehr in Österreich tätig sein. Grund für den Rückzug ist, dass sich das Wachstum nicht wie erhofft entwickelt habe, hieß es von Unternehmensseite.

Der Wettbewerb am österreichischen Markt für Online-Essenslieferungen wird sich nach dem Aus für Uber Eats empfindlich verringern. Denn danach wird neben den beiden Delivery-Hero-Töchtern Mjam und foodora nur noch der niederländische Konkurrent takeaway.com, der in Österreich mit der Plattform lieferservice.at bekannt ist, in Österreich tätig sein.