Handel
11/22/2011

Niedermeyer und Cyberport kooperieren

Hybrid-Modell aus klassischem Handel und Online-Verkauf

Der Elektrofachhändler Niedermeyer und der Elektronik-Versandhändler Cyberport haben eine Verkaufskooperation gestartet. Ab sofort ist es möglich, Elektrogeräte aus dem Angebot von Cyberport zu bestellen und sich innerhalb von 48 Stunden in eine Niedermeyer-Filiale zuschicken zu lassen. Bezahlt wird vor Ort, es besteht kein Kaufzwang. Der Betrieb läuft vorerst mit acht Filialen in Wien, Niederösterreich und der Steiermark, dazu noch dem Niedermeyer-Zentrallager in Wien sowie dem Cyberport Store am Wiener Westbahnhof. Weitere Filialen werden sukzessive folgen, kündigten Niedermeyer-Geschäftsführer Werner Weber und Cyberport-Geschäftsführer Olaf Siegel am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Wien an.

Unternehmen wollen voneinander profitieren
Die bestellten Produkte sollen zehn Tage in der Filiale bereitliegen, bevor sie zurückgeschickt werden. So will man eine Vermischung des Sortiments verhindern. Die Kooperation der österreichischen Elektro-Kette mit dem deutschen Online-Händler soll, so Weber, die „genetischen Codes“ beider Unternehmen optimal nutzen. So werde für den Niedermeyer-Kunden das Sortiment „um den Faktor zehn“ vergrößert, für Cyberport-Kunden entstehe eine Beratungsmöglichkeit im Geschäft, wo er auch Zubehör und Komponenten erwerben könne. So sollen beide Unternehmen ihre Stärken einbringen und voneinander profitieren.

"Flächige Präsenz"
Man wolle eine „flächige Präsenz“ erzielen, sagte Weber, daher werde man sukzessive Standorte zuschalten. Bereits Anfang 2012 sollen Bregenz, Innsbruck, Klagenfurt, Leoben, Lienz, Liezen, Ried im Innkreis, Salzburg und die Wiener Millennium City dazukommen. Die Niedermeyer-Mitarbeiter erhielten eine spezielle zusätzliche Produktschulung, um auch das neue Sortiment gut zu kennen. Daher habe man nicht alle Filialen auf einmal ins Netz integrieren können. Die beiden Unternehmenschefs wollten keine Umsatz-Prognose abgeben. Siegel: „Die Idee und der Kundennutzen stehen im Vordergrund.“