© Gregor Gruber

Mobiltelefone
04/11/2012

Nokia kündigt Verlust an - Aktie bricht ein

Der finnische Handy-Hersteller Nokia hat für das laufende Geschäftshalbjahr einen Verlust im Geschäft mit Mobiltelefonen in Aussicht gestellt. Dies kündigte der Konzern am Mittwoch überraschend an. Nokia-Aktien brachen daraufhin um gut 13 Prozent ein.

Nokia kommt mit seiner Smartphone-Offensive nicht vom Fleck. Wie der Konzern mitteilte, verfehlt er das Margenziel für die wichtige Gerätesparte. Die operative Gewinnspanne der Handysparte lag im ersten Quartal bei minus 3 Prozent. Zuvor hatten die Finnen eine Zielspanne von minus 2 bis plus 2 Prozent angepeilt.

Harter Wettbewerb
Der Grund für die negative Marge liegt Nokia zufolge in erster Linie am harten Wettbewerb in den für Nokia wichtigen Märkten Indien, China, dem Nahen Osten und Afrika. Besonders die Smartphones, mit denen Nokia in Schwellenländern am Start ist, verfehlten ihre Margenziele. Im laufenden Quartal soll die Marge wegen der konjunkturellen Schwäche in mehreren Märkten ebenfalls bei minus 3 Prozent oder noch schlechter ausfallen.

Mit dem Kurseinbruch um 13,3 Prozent auf 3,31 Euro setzt sich der Niedergang der Aktie fort. Anfang 2008 hatte sie noch bei 25 Euro gelegen. Die Finnen kämpfen seit dem Start des iPhones und dem Erfolg der Android-Plattform mit einem kontinuierlich schrumpfenden Geschäft bei Smartphones.

Zwei Millionen Windows-Geräte verkauft
Nokia versucht derzeit gerade mit dem Microsoft-Betriebssystems Windows Phone zu punkten. Im ersten Quartal wurde zwei Millionen solcher Geräte verkauft, teilte Nokia jetzt mit. Zum Vergleich: Apple setzte im Weihnachtsquartal 37 Millionen seiner iPhones ab.

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