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10.01.2013

Nokia Siemens: Sparmaßnahmen zeigen Wirkung

Der Abbau von 17.000 Mitarbeitern hat dem Telekom-Ausrüster einen hohen Betriebsgewinn beschert. Zuvor verzeichnete das Gemeinschaftsunternehmen von Nokia und Siemens noch ein dickes Minus. Dieses Jahr läuft der Vertrag aus, der den Ausstieg der Unternehmen verhindert.

Die Sanierung des Telekom-Ausrüsters Nokia Siemens (NSN) trägt erste Früchte. Das finnisch-deutsche Gemeinschaftsunternehmen hat im Schlussquartal 2012 einen überraschend hohen Betriebsgewinn erwirtschaftet und rechnet auch im laufenden Quartal mit einem positiven operativen Ergebnis.

17.000 Stellen eingespart
Seit der Gründung 2007 hatte NSN jedes Jahr Verlust gemacht und fährt jetzt einen harten Sanierungskurs mit dem Abbau von weltweit 17 000 Stellen und der Konzentration auf Breitban-Mobilfunknetze. Seit dem zweiten Quartal 2012 schreibt NSN zumindest operativ schwarze Zahlen. Wie Nokia am Donnerstag in Espoo mitteilte, erwirtschaftete NSN im vierten Quartal rund 4,0 Milliarden Euro Umsatz und zwischen 13 und 15 Prozent Umsatzrendite - rund 6 Prozentpunkte mehr als bisher in Aussicht gestellt. Ein günstigerer Produkt- und Regionalmix, stärkere Kostensenkungen sowie Sondereffekte hätten dazu beigetragen.

Ausstieg von Nokia oder Siemens möglich
Im saisonbedingt stets schwachen ersten Quartal rechnet NSN mit weiteren Erträgen aus dem Konzernumbau und einer operativen Marge von 3 Prozent. Vor einem Jahr hatte NSN im Startquartal noch ein dickes Minus geschrieben. Die ganze Bilanz will Nokia am 24. Januar vorstellen.

Dieses Jahr läuft der Vertrag aus, der den beiden Eigentümern Nokia und Siemens einen einseitigen Ausstieg aus dem Gemeinschaftsunternehmen verbietet. Wie es dann weitergeht, ist offen. Siemens hatte erklärt, erst einmal müsse NSN auf eigenen Füßen stehen können.

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