B2B
28.04.2014

Philips verkauft HiFi-Sparte an Gitarren-Hersteller Gibson

Der Elektronikkonzern Philips stößt nach dem TV-Geschäft auch seine Audio-Sparte ab. Mit Gibson Brands wurde um 135 Millionen Dollar nach langer Suche ein Käufer gefunden.

Mit dem Verkauf seiner Audio-Home-Entertainment-Sparte an das US-Unternehmen Gibson Brands, das unter anderem Gitarren für Bob Dylan und Carlos Santana herstellt, hat Philips einen weiteren Schritt getan, um aus der Unterhaltungselektronik auszusteigen. Nachdem Philips bereits im Vorjahr einen 207-Millionen-Dollar-Deal mit Funai Electric ausgehandelt hatte, der dann allerdings platzte, konnte der niederländische Hersteller sich nun mit Gibson um einen geringeren Preis einigen.

Gibson erfindet sich neu

Gibson, das durch Zukäufe von TEAC und Onkyo der HiFi-Branche künftig offenbar noch stärker seinen Stempel aufdrücken will, wird in weiterer Folge Kopfhörer, Lautsprecher, aber auch MP3-Player und andere HiFi-Geräte der Marke Philips verkaufen. Zumindest sieben Jahre lang zahlt Gibson zudem eine Lizenzgebühr, um die Marke weiter verwenden zu dürfen. Das Video-Player-Geschäft wird ebenfalls zu Gibson wandern, allerdings erst im Jahr 2017. Die Wettbewerbshüter müssen dem Verkauf noch grünes Licht geben, der Deal soll in der zweiten Jahreshälfte 2014 über die Bühne gehen.

Erst im Jänner hatte Philips bekanntgegeben, sich auch komplett aus dem TV-Geschäft zurückzuziehen und die verbleibenden 30 Prozent am Joint Venture TP Vision an den chinesischen Partner zu verkaufen. Das Traditionsunternehmen will sich in Zukunft stärker auf gewinnträchtigere Branchen wie etwa die Licht- und Medizintechnik-Industrie konzentrieren.